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Zweiter Band.
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Geistige Getränke. Branntweinbrennerei. Ausbeute.

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gern entbehren, es mag einiges daran liegen, daß man meist Brunnenwasseranstatt destillirtes zusetzt; allein dies erklärt das Hauptgebrechen des gemischtenBranntweins nicht, in welchem man nach der Ausdrucksweise der Branntwein-lrinker längere Zeit Spiritus und Wasser jedes besonders schmeckt, bis diesini Verlauf der Lagerung allmalig verschwindet.

Welchen Stoffen diejenigen Branntweinsorten, welche, wie der Rum undArrak, gerade durch die Feinheit ihres Geschmacks ausgezeichnet sind, diesecharakteristische Eigenschaft verdanken, ist zur Zeit ganz und gar unbekannt.

Ein Blick auf die verschiedenen Operationen der Brennerei und ihrenalu«b,u>-^usammenhang, wird Jeden ohne weiteres überzeugen, daß die Größe der lk-stst-»ungBrannlweinausbeute von den mannigfaltigsten Umstanden abhängt. Es han-delt sich dabei nicht allein um das Maischverfahren, um die Leitung der Gah-'Ung, welche immerhin einen sehr merklichen Einffuß üben, oder um die Aus-ehrung der Destillation und die Einrichtung der Apparate, deren Einfluß be-fchranktcr ist, — sondern vor allen Dingen um die ersten Voraussetzungen,

^amlich um das wahre Gewicht des verarbeiteten Rohstoffes und das wahreGewicht des daraus erzielten absoluten Alkohols. — In der Praxis giebt manum vorerst bei der Frucht- und Kartoffelbranntweinbrennerei stehen zubleiben — gewöhnlich den Betrag des verarbeiteten Rohstoffs nach dem Frucht-also nach Metzen, Scheffeln, Maltern an. Das Gewicht eines Metzen,

Scheffels oder Malters ist je nach der Güte der Frucht, und der Kartoffeln, jeUach dem Jahrgang, Boden rc. sehr ungleich; wird dieses für den verkommen-en Fall ermittelt, so bleibt man immer noch über den wahren Betrag des ver-leiteten Rohstoffs in Ungewißheit, weil nur die trockene Substanz desselben inbracht kommt und der Feuchtigkeitsgehalt bekanntlich großen Schwankungen

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werfen ist. Man weiß also z. B. nicht, ob man für 1 Malter Kartoffel

^ "der 60 Pfund, ob man für 1 Malter Korn 75 oder 80 Pfund trockene^Ubstanz in Rechnung bringen soll, wenn auch ausgemacht ist, daß jenes 200ben^' 180 Pfund wiegt. Diese Rücksichten sind selten bei den Anga-t, "" Praktiker gehörig beachtet; aber selbst wenn dies geschehen ist, so bleibenfa)i v stni)ece ' "icht minder wichtige Rücksichten zu beachten, wenn man an ver-' ei,cn Orten oder zu verschiedenen Zeiten gewonnene Ausbeute mit einander^Zlejche^ nämlich die jedesmalige Qualität der Frucht, oder mit andern^ ° ttcn ^ er Betrag derjenigen ihrer Bestandtheile, welche der Zuckerbildung,folglich der Alkoholbildung fähig sind, also vorzugsweise des Stärkemehls.Än diesen letzteren Punkt findet man so gut wie niemals Auskunft,

jfj . e . c b ' C ® rmittIun 3 aller dieser Gegebenheiten so schwierig und um-

daß sie vielleicht einer Musterbrennerei, nicht aber dem gewöhnlichendss tlffc SUgemuthet werden kann. Es würde dies um so unbilliger sein, alsunbedeutende Veränderlichkeit der Rohstoffe, besonders der Kartoffeln,trieb?"Wiederholung solcher Ermittelungen wahrend der Dauer der Be-i>N nothwendig macht. Wenn man also die Angaben der Praktiker, wiet ®% 0l8eni>en ' einander vergleicht, so kann dies nur mit der gehörigen Ver-Un ® 'n den erwähnten Beziehungen geschehen. Ungleich bestimmter als fürerarbeiteten Rohstoff sind die Angaben für den erzeugten Alkohol; sie ent-