(Seidige Getränke. Branntweinbrennerei. Ausbeute. 457
Das Vage solcher Vergleichungen geht hieraus zur Genüge hervor; jeAusb-u,,,nach dem Stärkegehalt, den man bei der Rechnung zu Grunde legt — und die^Ar,',"^^verschiedenen Analysen gewahren für diesen einen Spielraum von 10 bis 20 Proc?""""'"^'"'wird die Praxis als sehr vollkommen dastehen und die theoretische Ausbeutefast zu erreichen, oder um 5 bis 6 Proc. hinter dieser zurückzubleiben scheinen. Esknüpfen sich jedoch einige nicht unwichtige Bemerkungen an jene Vergleichung.
^ie Analysen der Getreidearten von Kxocker, bei welchen der Stärkegehaltvermittelst der chemischen Processe der Branntweinbrennerei (Zuckerbildung,
Währung) bestimmt ist, die also dadurch für eine Vergleichung der Art beson-^rrs geeignet erscheinen, — geben bei den verschiedene^ Früchten eine solcheAnnäherung der praktischen Ausbeute zur theoretischen, wie man sie ungefährnach dem gegenwärtigen Standpunkt der Brennerei erwarten sollte. Die älte-rn Bestimmungen des Stärkemehls der Getr.idearten (nach mechanischer Me-thode durch Auswaschen) dagegen, so wie die neuesten von Peligot (aus demGewichtsunterschied der Frucht im Ganzen und der Summe aller übrigen Be-standtheile) geben einen auffallenden Ausfall zu Ungunsten der Praxis. Nurk^r die Kartoffeln, deren Stärkegehalt auf mechanischem Wege mit viel mehrSicherheit bestimmt werden kann, stehen beide Methoden in gutem Einklang.—
Die interessanteste Seite der Branntweinbrennerei ist die innige Bezie- D,-in welcher sie zur Landwirthschaft steht. Dem Landwirth bietet sich zu->°^,inb"-n.^st die Frage dar, vermittelst welches Culturgewachses dem Boden am meistenT^anntwein abzugewinnen ist. Wenn man — um ein bestimmtes Beispiel"""^"^'Zuzuhalten •— die Erträge zu Grunde legt, welche im Darmstädtischen als gute!| nij als mittlere angenommen werden *) und die Ausbeute daraus nach Schu-^vth's Angaben (s. S. 454 d. B.) berechnet, so ergiebt sich als Ertrag von^ kolutem Alkohol von 1 Morgen — */ 4 Hectare mittelst:
Es ist ferner zu Grunde gelegt, daß (wie aus dem S. 272 dieses BandesAngeführten folgt) 100 Kilogramm Stärke der Theorie nach und bei vollständigerÜberführung in Zucker und vollständiger Lergährung des letzter,,, liefern müssen^7068 Kilogr. oder 64,325 Litres absoluten Alkohol.
Man rechnet daselbst von 1 Morgen nicht weniger als — und zwar bei
gutem
mittlerem
Das Malter
E r t
rag.
i"
Malter.
Warzen . .
7
5
100 Kilogr.
Roggen . .
67-
47-
90 »
Gerste . .
8
6
80 »
Kartoffeln .
60
45
100 »