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Zweiter Band.
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Geistige Getränke. Branntweinbrennerei. Alkohokometrie. 463

Basis zu gewinnen bleibt daher nur übrig, durch die Erfahrung d. h. durch eine^eihe von Versuchen, für die verschiedenen Abstufungen im Alkoholgehalt die zu-Kehörigen spec. Gewichte zu ermitteln. Solche Bestimmungen sind besonders vonStalles auf Grund der früheren Gilpin'schen gemacht worden und bildenGrundlage der gegenwärtigen Alkoholometrie. Da man das Gewicht1 Volum (Litre, Maaß) und ebenso das Volum einer Gewichtseinheits^ilog., Pfund) absoluten Alkohol genau kennt, so ist es an sich einerlei, ob der^>Nem bestimmten specifischen Gewicht entsprechende Alkoholgehalt eines Brannt-weins oder Weingeistes, in Procenten des Volums oder des Gewichtes angege-bn wird, weil man eins aus dem andern leicht finden kann. In Deutschlandes üblich, den Alkoholgehalt nach Volumsprocenten anzugeben, und Trak-ts har mit Rücksicht darauf, aus den oben erwähnten Beobachtungen mitMischungen nach verschiedenen Gewichtsverhaltnissen, die dem spec. Gewichte^sprechenden Volumprocente und zwar für die als Normaltemperatur ange-nommene Temperatur von 15°,55 6. (= 12°,44 R. = 60° F.) berechnet,äiic weiteren Bequemlichkeit hat man auf die Scale der Branntweinsenkwaagen^ Alkoholometer, an die Stelle der specifischen Gewichte unmittelbar die ent-sprechenden Alkoholprocente gesetzt, so daß man aus dem Stand des Alkoholo-weters in einer geistigen Flüssigkeit unmittelbar den Alkoholgehalt nach Pro-ben, also bei dem Trall es'scheu Alkoholometer nach Volumprocenten ab- Eine»ß »-kann, vorausgesetzt, daß die Flüssigkeit die Temperatur von 15°,55 q t '" iwralur -H%. Ist die Temperatur eine höhere, so wird dadurch das specifische ®e=kleiner, ist sie niedriger, so wird es größer gefunden als des bloßen Alko-^igehalws wegen sein sollte, und wenn man daher in einem solchen Fall ohnefiteres den, dem specifischen Gewicht entsprechenden Alkoholgehalt nimmt, sowd man einen Irrthum begehen und theilweise auf Rechnung des Alkoholge-setzen, was lediglich Einfluß der Warme war. So wird z. B. ein^nnrwein, welcher in Wirklichkeit

5 2 Vol. Proc. abs. Alkoh. enthalt, bei -j-21 %° C. ein sp. Gew. — 0,9254 zeigen.

"^3,4 » » » i> >, hei— 6%°C. » » » =0,9335 »

^ ^as specifische Gewicht 0,9254 entspricht 54 Volumsprocenten, das spec.

^^wlcht 0,9335 entspricht 50 Volumsprocenten, wenn man die Temperatur un-kuckstch^ man wird also im ersten Fall 2 Procent zu viel, im letzten3,4 Procent zu wenig finden. Um richtig zu gehen, muß man daher die^ prüfende Probe vorher auf 15°,55 C. erwärmen oder abkühlen, ehe mangeb ® tanb Alkoholometers abliest. Um diese oft lästige Operation zu um-£ n / hat man im Voraus Tabellen berechnet, welche für alle vorkommendenh °^prraturen und für Flüssigkeiten verschiedener Starke den wahren Alkoholge- -angeben. Auch diese Tabellen hat man durch eine Einrichtung der Alkoholo-sep Ct *""gangen, welche es möglich macht, die Temperatur sogleich beim Able-berücksichtigen. Man weiß nämlich, daß eine Abweichung von 5° F.Bersck-^o 0-) von der Normaltemperatur, ziemlich genau den Einfluß einerd^"y-edenheit von 1 Volumprocent hat; jene Einrichtung besteht nun darin,dsi m "" * n die Branntweinwaage ein Thermometer einschmilzt, an dessen Scale°rmaltemperatur von 15°,55 C. mit 0 bezeichnet ist und die Theilstriche