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Zweiter Band.
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Geistige Getränke. Branntweinbrennerei. Entfuselung. 465

"aher kannte, empfahl Döbereiner den Bleichkalk, der als ein Oxydations-mittel wirkt; in demselben Sinne schlug Hüne selb das übermangansaureKali vor. Wenn es auch auf diesem Weg möglich sein sollte, den Amylalkoholr» oxydiren (wobei sich, nach Balard, Amylbaldrianathec bildet, welcher einenMeit weniger üblen Geruch hat), so erstreckt sich diese Einwirkung doch ebenso

auf den Alkohol, auch ist die anzuwendende Quantität dieser Mittel schwer Mi, es m n.festzustellen. — Wenn man den Branntwein mit y 10 Volum Essig (wassehr viel ist) und etwas Schwefelsaure rectisicirt, so soll aus dem Amylalkohol,

Nach Döbereiner, der obstartig riechende Amylessigather entstehen, wie dennNberhaupt der häufig empfohlene Zusatz von Mineralsaucen bei der Rectificationnuf eine Aetherbildung berechnet zu sein scheint. Die Sauren haben den be-sonderen Nachtheil, daß sie das Metall der Destillirgeräthe angreifen. — Eine M, rw°»,n.

lang herrschte der Glaube an eine gewisse Verseifbarkeit des Fuselöls; in°>esem Sinne hat man den Zusatz von Aetzlauge, Potasche, Aetzkalk und dergl.

der Rectification in der Erwartung angerathen, die seifenartige Verbindung^Mde in der Blase zurückbleiben. Daß an etwas derartigem bei dem Amyl-^°h°l nicht gedacht werden kann, liegt auf der Hand; obwohl die Alkalien denÜbleren verändern, so gilt doch für diese, was man auch von der Anwendung" Sauren sagen kann: die Wirkung, die sie beide auf das Fuselöl an sich^"dings ausüben, muß in einer so verdünnten Auflösung desselben wie derMnntwein, bedeutend geschwächt werden. Sie wirken daher sehr unvollstan-Am allerwenigsten Erfolg dürften die Salze gewahren, z. B. Kochsalz,

. ai W, schwefelsaure Alkalien, sie werden eher durch Erhöhung des Siedepunk-schaden.

U Was die mechanischen Mittel betrifft, so bietet sich hier zuerst die Recti-^^>on an sich. Durch hinreichende Wiederholung derselben laßt sich allerdingss^ C 8usel, wenn auch nicht gänzlich beseitigen, doch in's Unmerkliche verringern,b *** wird jedoch nicht leicht einem von beiden Extremen entgehen.- entweder ist.'Erfolg genügend, dann ist die Operation zu umständlich; oder man ver-^ lachr bj e |- e( dann ist der Erfolg unvollständig. — Wenn man suseligenDelen oder mit Milch schüttelt und längere Zeit damit' e>t laßt, so nimmt das Fett einen großen Theil des Fusels aus, welcher da-. ^tfecnt werden kann. Die Anziehung des Fusels zum Fett ist nämlich^ößer, als die zum Wasser; sie überwiegt aber nicht in gleichem Gradeder ^^hung des Fusels zum Alkohol. Deshalb ist seine Wirkung schon beitj n . des gewöhnlichen Branntweins nicht mehr befriedigend. — Das^sse« ^^rte und vielleicht älteste Mittel ist die Kohle- vermöge der S. 264sirh.. 'ludes beschriebenen Eigenschaften. In Branntwein gebracht, verhältbog * e ganz ähnlich wie beim Entfärben von Flüssigkeiten: sie absorbirtfe(o[ sttten Bestandtheilen desselben einen bestimmten Antheil, weil aber das Fu-Stvff^ s ° geringer Menge vorhanden ist, so wird der Branntwein an diesemHi ett V^ on erschöpft sein, wenn der Alkohol ;. B. nur unmerklich abgenom-Hv,,?Die thierische Kohle wirkt bei weitem kräftiger, und wenn man der• in Regel den Vorzug giebt, so ist dies lediglich eine Rücksicht derH°mie. Ohnehin pflegt man häufig Holzkohle und Knochenkohle gemein-

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Mit Salzen.

Durch

Rrcnficativn

mit fettenStoffen.

Mit Kohle.