466 Fünfte Gruppe. Die Nahrungsmittel betreffende u. landwirthschaftl. Gewerbe.
Mi, «°i>n. schaftlich anzuwenden; sie werden nach dem herrschenden Verfahren nie feinge-pulvert, sondern stets gekörnt, d. h. zu etwa Haselnuß- bis erbsengroßen Stü-cken zerkleinert, wohl mehr deswegen, weil Kohle von diesem Korn leichter zuhandhaben ist, als aus tieferen Gründen. Die Kohle von leichtem Holz, Fich-ten z. 83., soll sich besser eignen, als von schwererem Holz. Nach Lüders-do rff bedarf man zur Entfuselung von 1 Quart. Spiritus von 80 ProcentTralies aus:
Kartoffeln.
Getreide.
Lindenkohle .
. 5
. 9 Quentchen
Füllten . .
. 7,5 .
. 11
Birken . .
. 6
. 15
Weiden . .
. 15,5 .
. 20
Eichen . .
. 13,5 .
. 32
Knochenkohle .
. 40,0 .
. 56
Das auffallend niedrige Entfuselungs-Vermögen der Knochenkohle istsich nicht wahrscheinlich und dürfte mehr in Zufälligkeiten zu suchen sein. Auchfand Barren trapp, daß 1 Gew.-Thl. Knochenkohle eben so viel leistet, "i*3 Thle. Braunkohlenkohk und 6 — 7 Thle. Fichtenkohlc.
In jedem Falle ist es gerathen, die Kohle vor der Anwendung frisch aus-zuglühen und in verschlossenen Gefäßen verkühlen zu lassen. Das Gleiche Mfür die Knochenkohle, welche überhaupt gerade so zu behandeln ist, wie es zu"*Behuf der Zuckersiederei geschieht. Nichtflüchtige Substanzen, wie z. B. Färb-stoffe, Kalk, werden bei höheren Temperaturen viel starker abforbirt als in desKalte; dies ändert sich begreiflicher Weise bei den flüchtigen Körpern sehr.dem Fuselöl hat indeß nicht nur die Flüchtigkeit, sondern auch die große Anz>^hung zum Weingeist Einfluß, und es ist deshalb bei der Anwendung vonKohle eine wichtige Bedingung, stärkere Destillate vor der Entfuselung auf do"@mfustiunr,t, @tnb des Branntweins zu verdünnen. Die Anwendung der Kohle geschiehapparale. j m Destillirapparat und wahrend der Destillation selbst, also in de
Siedhitze, was jedoch stets den besseren Grundsätze zuwiderläuft. Einige sitz ^die Kohle dem zu rectisicirenden Weingeist in der Blase zu, was wohl dasgeeignetste ist. Da, wo man Spiritus fabricirt für die Likörfabriken, f (t *direct aus der Maische oder aus Branntwein, pflegt man die 'Dampfe vorrem Eintritt in das Kühlrohr durch Kohle streichen zu lassen. Mandem Ende ein cylindrisches Gefäß mit einem Seiheboden, worauf diebeschickung liegt, und zwar am besten zwischen die Pistorius'scheneinschalten; oder wie bei dem Falkmann'schen Apparat, Fig. 1*4, nverschmelzen. In einem helmactigen Gefäß aa sind aus vorspringe ^Rändern die durchbrochenen Böden bbb eingesetzt; jeder empfangSchichte Kohlen, welche man oben, um sie zusammenzuhalten, mit be r
ckel dd bedeckt; zuletzt wird das Ganze von oben mit dem Hut gesch °1l ' gßieine ähnliche Kohlenschicht ii enthalt. Die außen herumlaufenden sich gin welchen durch die Röhren f kaltes Wasser zu - und durch die Roy