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Zweiter Band.
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Die Essiggewimning. 1) Aus geistigen Flüssigkeiten. 473

nimmt die Intensität ab, bis zu noch höheren Temperaturgranzen, wo die Es-sigbildung unmöglich wird. Temperaturgrade über 30° R. haben noch dassiegen sich, daß dabei zu viel Alkohol verdunstet, bevor oder wahrend er in EssigÜbergeht.

3) Hinreichender Luftzutritt zur alkoholischen FlüssigkeitNnd möglichst ausgedehnte Berührung zwischen beiden.

So wie bei allen den Gahrungsprocessen verwandten Erscheinungen, sosind auch hier gewisse Stoffe bedeutende und energische Beförderer der Essig-^iidung, also gewissermaßen Essigfermente, ohne deshalb entfernt als Be-engung derselben gelten zu können. In der Praxis ist es hauptsächlich Essig-'NUtker ss. w. ».), mit Essig getränktes Holz, Späne, Schwarzbrod rc., bei be-ben man mit Vorliebe stehen geblieben ist. — Alle unbefangenen Praktikersind indessen längst darüber einig, daß der Essig selbst, oder eine in der Essig-ildung begriffene alkoholische Flüssigkeit, bei weitem die kräftigsten Fermente°Ud, wie denn auch jene Mittel im Grunde nur vermittelst des Essigs wirken,ben sie in ihren Poren eingesaugt enthalten. —

Wenn auch in Gemaßheit der theoretischen Betrachtungen alle alkohol- »«>«>«(■Eiligen Flüssigkeiten als Material zur Essigbereitung zulässig sind, so bleibenNatürlich bei der Ausübung diejenigen ausgeschlossen, welche entweder schädliche°der sonst nachtheilige Substanzen enthalten. Das praktische Leben bietet je-^ch eine nicht unbedeutende Auswahl von Materialien, die dieser Bedingunggenügen, dabei aber vermöge ihres Ursprungs verschiedenartige Stoffe enthal-die in das Producl, verändert oder unverändert, übergehen und ihm den^darakter ertheilen, der die verschiedenen Essigartcn des Handels unterscheidet.

Materialien, die hierbei wesentlich in Frage kommen, sind die aus natür-chen oder künstlichen zuckerigen Lösungen, mittelst der geistigen Gahrung er-^Ugten, alkoholischen Flüssigkeiten; nämlich: der Wein, rother und weißer,

^lcher den eigentlichen Weinessig liefert; der Obstwein aus Aepfeln und^'^Nen; das Bier oder statt dessen der Malz wein (ungehopfte gegohrene^^^ür;e), ferner gegohrene zuckerige Flüssigkeiten, wie solche häufig als Ne-producke oder Abfälle gewonnen werden, wenn sie sich sonst eignen; endlichähnlicher Branntwein, besonders Kartoffelbranntwein, welcher gegen-ben gißten Theil des Essigs, den sogenannten künstlichen Weinessig

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^ Wie man sieht , sind es im Grunde zwei landwirthschaftliche Erzeugnisse,

(be'^* inbli:cct den Rohstoff der Essigbereitung abgeben: das Stärkemehlund Branntwein), und der Zucker (bei Trauben- undfta h Verschiedenheit der geistigen Flüssigkeiten nach ihren Be-

ben <t! C ' Icn hat auf die technische Ausführung der Essigbildung so gut wie kei-iieu aber einen um so größeren auf die Beschaffenheit des daraus er-

^esi^" Essigs- Am meisten macht sich dieser Einfluß auf die Farbe, auf denEs/- ?ck und die Starke des Essigs geltend. Der aus Branntwein bereiteteo^?bhert sich am meisten einem Gemisch aus reiner Essigsaure mit Wasser;faten ^ em f etnt M davon der aus Bier oder Malzwein bereitete. Nichtman übrigens' aus geringen Bieren oder Obstwein, durch Zusatz