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Zweiter Band.
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Die Essiggewinnung, i) Aus geistigen Flüssigkeiten. 485

beendigt und es kann nun zur Verarbeitung der zu Essig bestimmten Flüssig-st geschritten werben.

Diese Flüssigkeit ist in selteneren Fällen Trauben-, Obst-, Malz-Wein obet

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bei weitem am bausigsten Branntwein, der gegenwärtig das eigentlicheMaterial der Schnellessigfabrikation genannt werden kann. Nach den bereitserörterten Grundsätzen muß der Branntwein mit ungefähr 6 Thln. Wasserverdünnt werden. Bei einem genauen und geregelten Betriebe berechnet manbesten aus der Starke des zu erzeugenden Essigs, die zu einer Ohm odere>nem Oxhoft erforderliche Quantität Alkohol und daraus des zu Gebote ste-enden Branntweins, dessen Starke in der Regel gegen 50 Procent Tralles^ Die Quantität des Branntweins von dem Essig abgezogen, giebt didQuantität des zur Verdünnung erforderlichen Wassers, welche, wie gesagt, ge-wöhnlich das öfache, bei stärkeren Essigen weniger ist.

, Für den Anfang, also um die Esstgbildung einzuleiten, ist es durchaus'"h-g, die Mischung warm aufzugießen. Am einfachsten erreicht man diesen^weck, wenn man das Wasser in. einem Kessel auf einige 30° erwärmt undden Branntwein und Fermentessig zusetzt, welche -die Temperatur der"lchnng alsdann auf denjenigen Punkt (etwa 26° C.) Herabbringen, der fürw ^ssigbildung der geeignetste ist. Bei Essiggut aus anderen geistigen Flüssig-en erwärmt man diese, also z. B. den Obstwein, das Bier rc. und kühlt sie^"telst des Fermentessigs auf diese Temperatur. -— Für die Folge ist es7" Mehr nothwendig, aber immer höchst förderlich, die Essigmischung vorge-b auf die Essigbildner zu bringen. Man verfahrt dabei entweder nach^selben Weise, indem man wie oben vermeidet, den Fermenlessig in die War-e ^"ssel zu bringen, wodurch schädliche Verunreinigungen, z. B. mit Kupfer,lstehm können; — oder man laßt, wie die Meisten thun, das Essiggut so^ n 9 e in der Essigstube vorrathig liegen, bis es die Temperatur derselben ange-.^Men hat, die aber dann nicht 26°C., sondern nur 18—22° C. ist; oder end-tlla . n benutzt den Ofen der Essigstube zu diesem Zwecke. Für größere Fa-r * n dieses Mittel unzureichend und erfordert umständliche, raumversper-d"be Einrichtungen.

^st die Essigstube gehörig geheizt, d. h. wenn sie eine Temperatur von^ ^22° hat, so gießt man auf jedes Faß so viel vorgewärmte Mischung,ber untere Raum zwischen dem Boden und der Mündung des Abzugrohres4 f a fTm vermag, beiläufig 2 Centner oder 50 Maaß für Gradirfasser vonDurchmesser; nach einiger Zeit (2 bis 3 Stunden) ist das Aufge-b "^lbst angelangt und in ein untergesetztes Gefäß abgeflossen. Diegbildner sind bei weitem nicht im Stande, die Mischung aus einmal inMth' äU verwandeln; sie erscheint zwar mit dem erstenmale schon stark sauer,dem ? abet "oh viel unzersetzten Alkohol. Es ist darum nothwendig, selbst beilauf Gange der Fässer, sie wenigstens dreimal, zuweilen noch^ öfter, durch-iwar ^ la ffen. Der Geschmack und Geruch der ablaufenden Flüssigkeit giebtder aber doch nur einen sehr vagen Anhaltspunkt über den Fortschritt

zu 1^8^kilbnng. Um diesen mit Sicherheit beurtheilen zu können und bestimmt'

' cn ' °b das in Säuerung begriffene Essiggut gänzlich in Essig verwandelt

Daö Essiggut.