Die Esstggewittnung. 1) AuS geistigen Flüssigkeiten. 487
9 weitere Volume Spiritus und läßt ihn den zweiten Essigbildner passiren,
^orin sein Säuregehalt auf 6 Proc. steigt. Zu diesem 6procentigen Essigfügt man den Rest des Spiritus, nämlich abermals 9 Procent, und laßt ihndurch den dritten Essigbildner gehen, woraus er als fertiger Essigsprit mit 8~~ 9 Proc. Säure hervorgeht.
Je nachdem der Essigsprit auf zwei- oder auf viermal fertig gemacht wird,ist die Eintheilung des Spiritus natürlich entsprechend abzuändern.
Eine weitere Verschiedenheit zeigt die Praxis in dem Verhältniß, in wel-Mw-ich.mg-nü)em die einzelnen Essigbildner einer Fabrik' zu einander stehen. Während"" * <<fnl) " n -Manche Fabrikanten das Essiggut beim zweiten Aufgießen auf das folgende,deim dritten Aufgießen auf ein drittes Essigfaß gießen, so machen andere dasGut vollständig auf einem und demselben Fasse fertig, welches alsdann getrenntarbeitet; noch andere lassen das ablaufende Gut aus allen Bildnern in ein ein-ziges Sammelgefäß zusammenrinnen, woraus es dann wieder über dieselben^"heilt wird u. s. f., bis es fertiger Essig ist. — In einem der ersten Falle^finden sich in der Regel diejenigen, welche das von den Fässern Ablaufendetn Eimern sammeln, auf Leitern auf das Faß emportragen und aufgießen;l " dem letzten Falle dagegen diejenigen, die diese Art zu mühsam, zeitraubendNud kostspielig finden und es vorziehen, in der Mitte des Locals einen Sam-^elbottich anzulegen, worin das Gut aus allen Fässern zusammenlauft undwo aus die Speisung der einzelnen Essigbildner mit einer DruckpumpeRöhrenleitung stattfindet. — Die Verfahrungsweise, den Essig immer auf^wem und demselben Bildner anzufangen und einen anderen Bildner ausschließ-zum Fertigmachen zu benutzen, hat den Nachtheil, daß die Thätigkeit inletzteren immer vergleichungsweise schwach ist und derselbe daher leichterwllr, wenn man nicht von Zeit zu Zeit die Ordnung umkehrt. — Ursprüng-sind die Essigbildner mit gar keinem Siebboden oder Siebbottich ausge-^'"tet gewesen; sie wurden durch den Arbeiter vertreten, der in kurzen Zwischen-'^Wen, etwa von % Stunde zu l / 2 S-unde, kleine Quantitäten (5 bis 10^sd.) Essiggut über die Oberfläche der Spähne aus der Hand vertheilte. Dieses^ ^fahren kann beinahe als absolet betrachtet werden. Man begreift leicht,
. ® alle diese Abweichungen nur aus dem Bestreben hervorgehen, die Kosten
sehen.
^en, anderen Geschäfte nebenher treiben und gleichsam nur die müssigen Stun-? 'hrer Arbeiter mit der Bedienung der Essigstube ausfüllen, werden das^"kgießen auf die einfachste Weise, aus der Hand und mit Eimern, betreiben., a 8 c 3en haben größere Etablissements ein Interesse, möglichst an Arbeitslohn^ lparen, also die Leistung des einzelnen Arbeiters durch Anlegung von Pum-gleichsam zu vervielfältigen. .
r, Es ist von st^st einleuchtend — und bereits zu Anfang unter den
Grundbedingungen aufgezählt worden daß das Essiggut in der Essigbil-& n 8 nur dann gehörig fortschreiten kann,- wenn die verbrauchte,d. ihres^nuerstoffH beraubte Luft ununterbrochen und isi, richtigen Zeitvechaltmß gegen
ausgewechselt wird.
Achtung mit der Ausgabe für Arbeitslohn in richtiges Verhältniß zuDenn kleine Fabrikanten, besonders solche, welche die Essigerzeugung bei