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Zweiter Band.
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Die Esssggewlanung. 1) AuS geistigen Flüssigkeiten.

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Wen, und seine Intensität auf Null herabgekommen sein, ehe die Halste ab- r>,n>i,»a°nsvrbirk ist, so daß die Erneuerung wenigstens doppelt oder dreimal so rasch statt-"" ef ' lä ' tub ''fwden muß. Der Grund davon liegt darin, daß das Essiggut zu viel Zeit^darf, um die letzten Antheile Sauerstoff aus der Luft gleichsam herauszufin-den und aufzunehmen, wodurch die Kraft des Processes am Ende gänzlich ge-schwächt wird.

Nach diesen Erörterungen bleibt es noch übrig, die bestehenden praktischenEinrichtungen mit den theoretischen Anforderungen in Vergleich zu ziehen.

Bei der Mehrzahl der Essigfabriken münden die für den Aus- und Ein-ritt des Luftzuges bestimmten Oeffnungen, wie bereits angegeben, frei in dieAtmosphäre der Essigstube. Die Folge dieser mangelhaften Einrichtung ist, daß^>e aus dem oberen Theile des Fasses entweichende, mehr oder weniger ent-iauerstoffte Luft sich unaufhörlich mit dieser Atmosphäre wieder mischt, an denStrömungen Antheil nimmt, welche die Heizung der Essigstube hervorruft unds°wit immer» wieder durch die unteren oder Eintrittsöffnungen in den Essig-bildner zurückgeführt wird; es sei denn, daß dem durch eine um so viel ver-mehrte Ventilation (zufällige oder absichtliche) gesteuert wird. Alsdann hat man^E>er das ursprünglich erforderliche Maß derselben bereits. überschritten. Einer^n beiden Fehlern ist also unvermeidlich: entweder sind die Essigbildner mit^ust gespeist, die ihren vollen Sauerstoffgehalt nicht mehr hat, oder man ver-schwendet durch übertriebene Ventilation an Brennstoff. Der erste Fehler trittwenn die Esstgstuben —' wie man sehr häufig findet — nicht für die Ven-"ation besonders eingerichtet sind; er ist nur dann zuweilen unmerklich, wenn^ aum des Locals im Verhältniß zur Anzahl der darin thätigen Essigbildnerbw groß ist. Mit dem zweiten Fehler sind diejenigen Fabriken behaftet, derenmgstuben zwar ventilirt werden können, aber dabei die verbrauchte Luft ausW Bildnern empfangen. Das gewöhnliche und auch völlig ausreichende Mittels^ r Ventilation der Essigstuben sind zwei weite Oeffnungen mit Schiebern zum^fföuliren, wovon die eine nahe am Boden (am unteren Theile der Thür),andere nahe an der Decke (in der obersten Fensterscheibe) angebracht ist.

^ geschieht es häufig, daß man die Ventilation einfach mittelst eines Ofens^.^orbringt, der von innen mit Luft aus dem Zimmer gespeist wird; diesesb ^Ml ist übrigens sehr unvollkommen, weil ein solcher Ofen die Luft nichtbil!! sondern vorn Boden aus aufsaugt, weil er also die von den Essig-sick ausgehauchte Luft — anstatt sie mehr unmittelbar wegzuführen —mit der Atmosphäre des Locals mischen laßt, ja förmlich dazu zwingt.

^ kann demnach als eine zweckmäßige Einrichtung nur eine solche gelten,i^> die ausgehauchte Luft aus den Essigbildnern unmittelbar mittelst Röhren«reie geleitet wird.

6 et . ^s der großen Unaufmerksamkeit, womit die Ventilation durchschnittlichr°qe^" , erklären sich zum großen Theil die vielfachen Störungen im^. Mäßigen Verlaufe der Essigbildung, worüber so häufig Klage geführt wird.ihren ^^rungen, welche wie Krankheiten der Essigbildner erscheinen und indieses ^^reichen Modificationen und Abstufungen eine förmliche PathologieProcesses ausmachen, gehen nicht sowohl auf eine eigentliche Unthatigkeit