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Zweiter Band.
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Die Essiggewinmmg. 1) Aus geistigen Flüssigkeiten.

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Schnrllessig,

drtrirbrs.

wirkt, so wird man darin ohne Zweifel die Hauptquelle der Mangelhastigkeitdes Schnellessigbetriebes erkennen.

So z. B. würde die Warme, welche in jenem Falle mit den 162,7 Eub.-Metr. Luft von 260 entweicht, die Temperatur des Essiggutes um 3° bis 4° C.gesteigert haben.

Nach allem dem unterliegt es keinem Zweifel, daß die Schnellessigsabri-»,«katlon, bei aller Trefflichkeit des Princips, doch in der Ausführung noch man-gelhaft ist und darum bei weitem in ihren Leistungen und Nutzeffect hinterdenjenigen Erwartungen zurückbleibt, zu denen man im Grunde berechtigt ist.

Wenn die Efstgbildner nun auf der einen Seite eine hinreichende Speisung mitLust bewirken, so kann der mangelhafte Erfolg nur darin seine Erklärung finden,daß auf der anderen Seite die Bertheilung und allseitige Berührung der LuftUnd des Essiggutes bei weitem nicht den beabsichtigten Grad erreichen.

In der That kann man sich leicht davon überzeugen, daß es in der Praxiskäst unmöglich ist, die Seihebottiche, welche die Vertheilung des Effiggutesbewirken, in gehöriger Ordnung zu erhalten. Man wird beinahe immer einegcwiffe Anzahl der Oeffnungen mit den Bindfaden oder Kornähren verstopftUnd stiren alle zugleich in Gang finden. Auch möchte es ebenso schwer sein.

^>Nen Essigbildner anzutreffen, dessen Seihebottich vollkommen waagerecht steht,

^nd nicht durch Werfen oder sonst wie, nach der einen oder anderen Seitegewichen ist. Eine gleichmäßige Vertheilung des Essiggutes über den ganzenQuerschnitt des Bildners wird also vielmehr seltene Ausnahme, als Regel sein.

.^ber auch die Spahne, welche diese Unregelmäßigkeit überkommen, sind meistenseinem Zustande, der sie geneigt macht, die ungleiche Vertheilung zu vermeh-statt zu compensiren; denn es ist beinahe unvermeidlich, sie so herzustellenso einzuschichten, daß sie nicht der herabrinnenden Flüssigkeit an einigen^wllen vorzugsweise durch eine dichtere Lage den Weg versperren und an an-Stellen durch eine lückenhafte Anordnung vorzugsweise eine allzu bequeme.eröffnen. Das Essiggut wird mit einem Worte auf seinem Wege, statt^ Gestalt eines Regens oder tropfenweise, viel zu häufig in dickeren, zusam-menhängenden Strömen auftreten. — In ähnlicher Weise wird es sich mit. ct Luft verhalten. Bei der gewöhnlichen Einrichtung tritt sie in der Regionwo ihr die Spahne gerade die freieste Bahn lassen, nämlich an der WandC8 Essigbildners. Zwischen den Spahncn und der Wand des Fasses, wie esNg 118 in der Natur der Sache liegt, einen weiteren Spielraumund weniger Hindernisse findend, wird sie vorwiegenddiesen Weg wählen und wenig Veranlassung haben, sichin dem Innern des Fasses zu verbreiten.

Viel zweckmäßiger ist darum die in der Fig. 118dargestellte Einrichtung des Luftzuges, wobei dieser geradevon dem Eentrum ausgeht. In der Mitte des Faß-bodens ist ein hölzernes Rohr wasserdicht eingesetzt, wel-ches bis nahe unter den falschen Boden und jedenfallsum 1 bis 2 Zoll höher hinaufreicht, als das heberförmigeAbzapsrohr. Unter dem Knopfe sind ringsherum symme-