Die Esstggewiimung. 2) Der Holzessig. 50t
chen Brandexkractes gesellt. Beide Verunreinigungen hangen der rohen Holz-säure äußerst hartnäckig an, geben ihr die braune Farbe und den bekanntenständigen Geschmack. — Diesen Beimengungen, besonders aber einem Gehaltovn Kreosot, welcher über 1 Proc. betragen soll, verdankt die rohe Holzsäureihre ausgezeichnet conservirenden und Fäulniß widrigen Eigenschaften.
Bei jeder Art von Holzverkohlung treten die genannten Produkte, alsoauch der Holzessig auf, wenn auch nicht immer in gleichen Mengenverhältnis-sen. Nach wissenschaftlichen Grundsätzen könnte daher die Holzverkohlungstets mit der Gewinnung des Holzessigs verbunden werden, wenn sich die An-forderungen, welche die praktische Ausführung nothwendig stellen muß, dieserVerbindung immer fügen wollten. — In der Regel, wenn es sich um Erzeu-SUng der Holzkohle handelt, ist man aus Rücksichten auf die Transportkostengezwungen, dem Holz nachzugehen. Man entfernt sich dabei in gleichemdtaaße von den Absatzwegen der flüchtigen Produkte und von der leichten Her-^eischaffung der geeigneten Apparate zu ihrer Aufsammlung und Verdichtung.
vollständiger, man ferner diese Produkte gewinnen will, je mehr ist man^nöthigt, seine Zuflucht zu festen Einrichtungen zu nehmen und auf die Ver-E°hlung mit Luftzutritt unter beweglicher Decke, d. h. auf die Verkohlung gro-^ Massen von Holz in einer Operation zu verzichten. Endlich ist die Rück-et auf gute Qualität der Kohlen nicht gut mit der Rücksicht auf hohe Aus-deute an Holzessig und Theer zu vereinbaren. — Aus allen diesen GründenS-schiehr die Gewinnung der Holzkohle, wo diese der Hauptzweck ist, in derohne alle Rücksicht auf die Gewinnung von Holzessig oder Theer, undt ' >0 die Gewinnung dieser der Hauptzweck ist, tritt die Gewinnung der Kohle^ als reine Nebensache auf. Die Gewinnung des Holzessigs als Neben-^vdukt der Holzverkohlung wird übrigens nur sehr selten betrieben.
Insofern das Holz ein organischer Bau aus vielen verschiedenartigenZwischen Substanzen ist, liegt die Vermuthung nahe, daß die einzelnen Be-^Udkhej^ des Holzes einen ungleichen Einfluß auf die Emwickelung von Es-Naure bei der Destillation nehmen. In der That weisen die Erfahrungen^auf hin, daß diese Säure wesentlich ein Produkt der Holzfaser (Cellulose)^ der verwandten Stoffe ist. Papen glaubt als Hauptquelle nicht die^ulose selbst, sondern die sogenannte incrustirende Materie ansehen zu müs-weil reine Cellulose weniger Essigsaure liefert, als das Holz, welches reich
l-ner Materie ist — Stoltze fand, daß verschiedene Holzarten, gut aus-'^ugr. von den löslichen Stoffen und dem Harz befreit, dennoch un-f Mengen Essigsäure, aber merkwürdiger Weise nahe gleichviel Destillat^wa 47 Procent) geben. Je. weniger die Rinde am Holz betragt, um so ho-£ die Ausbeute an Essigsäure, daher liefert Stammholz mehr als R-istg und^ll°n. Nachstehend- Uebersicht ist den Versuchen von Stoltze entnommen-
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