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Zweiter Band.
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Die Essiggewinnuiig. 2) Der Holzessig. 507

Schichte bildet. Was daher durch das Verbindungsrohr in das Faß k abfließt,ist fast nur -Holzessig, mit sehr wenig Theer. Der Theer wird aus i von Zeitzu Zeit mit einer Pumpe weggeschafft, der Holzessig aus dem andern Faßdurch den Hahn abgelassen.

Da die Mündung des Kühlrohrs b stets durch die Flüssigkeit in i abge-sperrt bleibt, so können die unverdichtbaren Gase nirgends anders als durchdas Rohr/r entweichen. Dieses geht nach dem Ösen zurück und mündet in eineBrause n (f. die Fig. 123) innerhalb des Aschenfalls. Sobald man sicher ist,daß alle Luft aus dem Apparat ausgetrieben und dadurch keine Explosion mehrzu befürchten ist, öffnet man den Hahn von h und laßt die Gase verbrennen.Sie heizen dann den Ofen fast selbststandig, so daß man von diesem Zeitpunktab wenig oder keinen Brennstoff mehr nöthig hat. Diese Gase sind reichlich mitübelriechenden Theerdampfen geschwängert, welche auf diese Art mit doppeltemBortheil beseitigt werden. Statt der Fässer hat man häufig gemauerte Be-hälter; auch geschieht die Abkühlung nicht selten, wo es z. B. an Wasserfehlt, durch die Luft, indem man die Dampfe durch eine Reihe von Fässern"ach Art der Woulff'sehen Flaschen streichen laßt. —

Man bedarf zum Abtreiben einer Trommel, welche 5 Steres — 162^ub.-Fuß rh. Holz faßt, 8 Stunden.

In den britischen Fabriken sind die Oefen vollkommen denen der Gasbe-r^uchtungsanstalten analog. Die Zersetzung oder Destillation wird in waage-recht eingemauerten Cylindern (Retorten) von 1 — 4 Fuß Durchmesser und^ —- 8 Fuß Länge vorgenommen, von denen je 4 in einem gemeinschaft-lichen Ofen liegen. Beide Endplatten der Retorte sind beweglich und wer-nachdem die Ränder mit Thonkitt verstrichen sind, mit Bolzen festge-schraubt; eine davon verschließt das zum Beschicken dienende Ende der Me-hrte, die andere ist mit einem 6 Zoll weiten Ansatzrohr versehen und an dem^de angebracht, durch welches die flüchtigen Products entweichen. Eine solche"körte faßt bis 8 Ctr. Holz, sie wird während der Tageszeit abgetrieben und^ibx die Nacht hindurch zum Abkühlen stehen, um am nächsten Morgen so-^ich entleert und neubeschickt zu werden. — Die Ansatzröhren am hinteren^be der Retorten sind winkelrecht abwärts gebogen und reichen in ein gemein-östliches, 9 — 14 Zoll weites Rohr, welches ganz wie die sogenannte Vor-an den Gasretorten fungirt. Aus der Vorlage werden die theilweise ab-^ühlren Produkte mittelst eines in Kühltrögen gelagerten Rohrs fertig gekühlt^ «ach einem großen Behälter geleitet, worin sich der Theer von dem Holz-,8 scheidet. Zwei über einander angebrachte Hahnen dienen dazu, beide zukennen.

, Die Ausbeute beim fabrikmäßigen Betrieb hängt, abgesehen von den.E-ngang erwähnten Einflüssen, sehr viel von der Einrichtung und be-^ "°ers von der Abkühlung ab. In den zuletzt beschriebenen Fabriken, wo diesegerade sehr vollständig ist, rechnet man nur 33 Proc. des Holzes an rohem^rstner erhielt aus 100 Cub.-Fuß Holz 236 Kilogr. Kohle und7 P S,ter rohen Holzessig, entsprechend 400 Liter käuflichem Holzessig vonr°c. wirklicher Säure. Robiquet giebt den durchschnittlichen Ertrag nur

Der

Kiihlnt'parai.

Di-

Dertohlunfl.

i c t f o f>! u ti gin Grvst-brimmutn.

Ausbeute.