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Prüfung des Essigs.
halb in den Holzessigfabriken als Nebenprodukt dargestellt. Zu dem Endesammelt man das bei der Rectisication des Holzessigs zuerst übergehende solange in einer besonderen Vorlage, als das Destillat noch geistig riecht; da dasspecif. Gewicht dieses Theils geringer ist als das des Wassers und fortwährendzunimmt, bis es in das des Holzessigs übergeht, so kann man auch den Arao-Mcterstand ausmitteln, welcher dem Zeitpunkt entspricht, wobei der flüchtigereTheil aufhört überzugehen. Durchschnittlich erhalt man 10 bis 15 Proc. desrohen Holzessigs an rohem Holzgeist. Die Bestandtheile desselben sind nochnicht vollständig bekannt, doch hat man die wesentlicheren isolirt und unter-schieden. Dahin gehören vor allen das Methyloxydhydrat — C 2 H 6 0, aq.,der Holzgeist im engeren Sinne, ein Körper aus der Classe der Alkohole, unddas essigsaure Methyloxyd (Reichend ach's Messt), welche die Hauptmassedes rohen Holzgeistes ausmachen; ferner: Lignon, Aceton, Aldehyd, ckylit nebstWasser und Ammoniak, endlich das Pyroxanthin, ein gelber, brenzlicher Farbe-stoff und brenzliches Oel.
Die Anwendung des Holzgeistes erfordert eine vorausgehende Reinigung,d>ozu der Kalk das übliche und geeignete Mittel ist. Er entzieht dem rohenHvlzgeist die Essigsaure, zerlegt das essigsaure Methyloxyd zu Holzgeist undsssigsaurem Kalk, eine Einwirkung, die übrigens langsam, schwierig, erst nachEngerer Einwirkung und selbst dann nicht vollständig erfolgt. Außerdem schlagtKalk das Pyroxanthin und den größten Theil der brenzlichen Stoffe als°we braune, harzartige Masse nieder. Man digerirt den rohen Holzgeist mitgelöschtem Kalk und destillirt die Mischung, welche Operationen jedoch mehr-mals wiederholt werden müssen; aber auch dann bleibt noch etwas brenzliches^el zurück. — Wenn der rohe Holzessig vor der Rectisication unmittelbar mit^alk gesättigt und die so entstehende Lösung der Destillation unterworfen wird,k erhalt man schon von vornherein ein viel reineres Product, ohne freieEssigsaure.
Die Anwendung des Holzgeistes beruht hauptsächlich auf seiner Brenn-Mkeir, wie in Großbritannien, wo er als Ersatzmittel des dort zu kostspieligenWeingeistes vielfach benutzt wird; er steht jedoch als solches dem Leuchtgas"nächtlich nach. Zu diesem Zweck begnügt man sich in der Regel, den
der zuletzt besprochenen Art erhaltenen Hvlzgeist ohne weiteren Kalkzusatz^ rectisiciren; er enthalt dann beinahe den ganzen ursprünglichen Gehalt anEssigsaurem Methyloxyd. Für diejenigen Anwendungen, welche auf der Lös-'^keit der fetten und flüchtigen Oele, so wie der Harze in Holzgeist beruhen,
■ Meist ein höherer Grad von Reinheit erforderlich.
Prüfung des Essigs auf seine Starke.
<§, Der Werth eines Essigs hangt zumeist von seiner Starke, d. i. seinem^auregehalt ab; auch ist dieser Theil des Werthes allein mit Sicherheit zuMttteln. Folgendes sind diejenigen Proben oder Prüfungsmethoden, welcheec Praxis Eingang gefunden haben:
ssnter allen Werkzeugen findet man in den Handen der Fabrikanten keineslL 33
Reinigungmit ft'alf.