Sechste Gruppe.
Die Bekleidungsgewerbe.
Die Gär. derer.
G,s^ich,- Zur Befriedigung des Bedürfnisses nach Schutz gegen Wetter und Klim>'liegt nichts so nah, als die Bekleidung mit den Fellen und Thierhauten.Zubereitung der Haute zu diesem Zwecke gehört deshalb unter diejenigen Künste,welche mit den ersten Spuren der Gesittung aufzutauchen pflegen und von fastallen Völkern selbständig erfunden wurden. Es kann daher nicht befremden,daß die Garberei in den ältesten Kunst- und Schriftdenkmalen schon als einelangst bekannte Sache behandelt wird, und die Erfindung dieser Kunst sich tiefin's Dunkel der Geschichte verliert. Die wilden Indianer waren schon zur Zeitder Entdeckung Amerikas damit- bekannt, die ausgespannten Haute mit deinGehirn der Thiere, einer sehr fetten Substanz, also samisch zu garben. Diehalbcivilisirten Nomaden, wie die Baschkiren, spannen die Haute über Gruben,in die sie von der Seite Rauch einleiten.
In den Schriften aus dem classischen Alterthum findet sich das Lederüberall erwähnt, aber mit sehr spärlicher Auskunft über das Garbenund die Hülfsmittel dazu. Die Gallier, sagt P lin ius, biiumen exbetui» ex-coqunt und garbten damit, was an die Russische Irrsten erinnert. Das Per-gament aus Hammel- und Ziegenfellen diente schon zu Herodot's Zeiten zumSchreiben; PtolemaeusPhiladelphusbewundertedie Feinheit des Peeg^ments, worauf die griechische Bibelübersetzung geschrieben war. Diehung der Bezeichnung Pergament von der Stadt Pergamus deutet also womehr auf eine Verbesserung, als auf die Erfindung dieses Zweiges der G«berei, dessen Blüthe in das Mittelalter, bis zur verbreiteteren Anwendung e
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ber • -r.- , ben Ursprung der wichtigsten, nämlich
dem Ori-ne **** gewöhnliche Annahme, daß das Garben mit Lohe auslieb für h«* «• °. pst ^kommen, ist zwar nicht unwahrscheinlich, aber ledig-
as csafftangarben gewiß, welches erst seit hundert Jahren von da ein-