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520 (Sedjäte Gruppe. Die Bekleidungsgewerbe.
gefetztes Organ ist, dessen anatomische Natur ebensosehr wie seine chemische inBetracht kommt.
Die Haut.
, Bei den Land-Saugethieren der verschiedenen Gattungen und Arten zeigt' die Körp'erdecke in den wesentlichen Punkten die entschiedenste Uebereinstimmung,einen Bau, der, nach einem und demselben Plan durchgeführt, nur in den Ver-hältnissen der einzelnen Theile unter sich Abweichungen zeigt. Diese Körper-decke oder die Haut ist aus mehreren Schichten zusammengefügt, die sich inihrer anatomischen Structur, so wie in ihrem physikalischen und chemischenVerhalten sehr bestimmt unterscheiden. Die mittlere dieser Schichten, die so-genannte »Lederhaut«, kann als der Repräsentant des Ganzen angesehenwerden; die am meisten in die Augen springenden Eigenschaften der Haut rüh-ren von dieser Schichte her: die große Biegsamkeit und Geschmeidigkeit, gepaartmit einer nicht minder beträchtlichen Festigkeit, welche, ohne der Bewegung desKörpers hinderlich zu sein, ihm gegen äußere Einflüsse genügenden Schutz bie-tet, — haben ihren Hauptsitz in der Lederhaut. Sie ist zugleich, wie schon derName andeutet, das eigentliche Substrat der Lederbereitung. — Die Schichte,welche unter der Lederhaut liegt, das » Unterhaut-Ze l.lgewebe «, hat diedoppelte Bestimmung, diese mit dem Körper selbst und dessen Theilen zu ver-binden, so wie die unregelmäßige Form der Muskelmasse auszugleichen und ab-zurunden. Die Schichte über der Lederhaut, die »Oberhaut«, bildet dieBegranzung des Körpers nach Außen, mit der Bestimmung, die Berührungder Lederhaut mit der äußeren Umgebung zu vermitteln und insbesondere dieAbnutzung, welcher die Körperoberfläche stets ausgesetzt ist, zu übernehmen undvon der Lederhaut abzuhalten. Die äußerste Lage der Oberhaut ist nämlichein völlig abgestorbenes, an dem Lebensproceß nicht mehr betheiligtes Gewebe,welches durch den genannten Einfluß unaufhörlich abgestoßen und aus der dar-unter befindlichen noch lebenden Lage ersetzt wird.
Die äußersten Verzweigungen der Blut- und Lymph-Gefäße und derNerven verlieren sich in der Lederhaut, welche nach allen Richtungen davondurchsetzt ist; dieselbe Lederhaut enthalt zugleich die Schweißdrüsen, die Talg-drüsen, und ist der Boden, in welchem mittelbar die Haare befestigt sind. & ,eFig. i26. Haare sitzen nämlich nicht unmittelbar tn
der Substanz der Lederhaut, sondern me -mehr in einer geschlossenen sackartigen Ein-stülpung der Oberhaut, welche sich tiefdie Lederhaut hinab erstreckt. Die Skiz?t,ig Fig. 126 l4fach vergrößerter Quetschn'der Kalbshaut mit der Oberhaut cr,
c .. ' Lederhaut n und dem Unterhautzellgewebe -
^ .77-,'! .. zeigt die Befestigung der Haare*);
un-
') In der Wirklichkeit stehen die Haaregleich dichter.