Band 
Zweiter Band.
Seite
523
JPEG-Download
 

Gärberei. Die Hau!. 523

die Bezeichnung Bindegewebfasern unterschieden wird. Die Fasern des- :selben sind nicht hohl oder röhrenartig, sondern massiv, etwas platte und sehr'lange farblose, durchsichtige Faden. Diese Faden sind nicht einzeln zur Leder-haut verweben, sondern stets in größerer Anzahl zu Bündeln vereinigt, worinsie schlicht und unverworren zusammenliegen. Die Bündel selbst sind nichtstraff, geradlinig, sondern mehr oder weniger nach Schlangenlinien gebogen.Die Fig. 130 zeigt eine Gruppe von solchen Faserbündeln in 250maliger Ver-größerung, wovon einige mehr wellen-, andere fast zickzackförmig gebogen sind.

isltentie

Fig. 129.

>2_l> cft bet

Fig. 131.

f...

I K

Sie liegen in der Lederhaut nach den verschiedenstenRichtungen gekreuzt, so daß die Lederhaut eine Artvon Filz darstellt, halten sich aber im Allgemeinenmehr mit der Oberflache der Haut parallel, eineAnordnung, welche wesentlich zur Festigkeit der^9»t, oder zum Widerstand gegen das Zerreißen beitragt.

... Unter den, dem Bindegewebe fremden, anatomischen Elementen zeichnenbesonders die elastischen Fasern aus, etwa wie dies in der Fig. 131, einemdie Hornschichte A, die Schleimschichte B der Oberhaut und durch dieSchichten der Lederhaut k und l gehenden Querschnitt, dargestellt ist.

^ Man sieht, unterscheiden sich die (hier stark hervorgehobenen) elastischen/'strn dadurch, daß sie sich mehr kreuzen, gegen einander gekrümmt undsind. ' .

Sämmtliche Hauptformelemente der Haut — nämlich die Zellen derdx^^Ut, die Bindegewebfasern der Lederhaut und das formlose Bindegewebe^ stnterhautzellgewebes — stimmen, bei sonst wesentlichen Abweichungen ihresMischen Verhaltens, in einem Hauptpunkte übcrein. Sie verlieren nämlich^ siedendem Wasser ihre eigenthümliche Form, schwellen stark auf, werden gal-^,?"ig und lösen sich bei langer fortgesetztem Kochen völlig zu einer dicklichen

Chr m i sehr*Verhalle,,

der Öaur.

‘toef,

; u ff>9?eit auf, welche beim Erkalten zu einer Gallerte gesteht und beim Aus-

8°färb

8°tn>

eine hornartige, durchsichtige, an sich farblose, meist aber gelbbraun

ke Masse hinterlaßt, welche' auf keine Weis- wieder in die ursprüngliche' ° Dich Masse ist der »Leim«, oder die

"thj^^^"Egeführt werden kann.

"erisch,

-allerte«.