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Gärberei. Die GLrbemittel. 527
ähnliche zweite gelbe Saure (scicie InteoAsiligue). Gallussäure scheint in denMischen Gallapfeln gar nicht fertig gebildet vorhanden zu sein, findet sich jedochin den Sorten des Handels als Zersetzungsproduct der Garbsaure in mäßiger,über sehr wechselnder Menge. — Neben den Sauren aus der Classe der Gärb-säuren finden sich ferner in den Gallapfeln die in den Pflanzen allgemein vor-kommenden Stoffe, nämlich: Stärke, Gummi, Zucker (woher ihre Fähigkeit, ingeistige Gährung überzugehen); Eiweiß und eiweißartige, stickstoffhaltige Kör-per; Blattgrün, extractive Stoffe, Holzfaser (Zellensubstanz), endlich die Aschen-destandtheile , besonders Kali und Kalk, zum Theil an Garbsaure gebunden.Da viele Bestandtheile der Gallapfel noch unbekannt sind und für die bekanntezuverlässige Scheidungsmethoden zur Zeit fehlen, so ist eine genaue Analyseflicht zu erwarten und der große Mangel an Uebereinstimmung, ohnehin schon'n der Verschiedenheit der Sorten bedingt, sehr erklärlich. So fanden in 100theilen Aleppo-Gallapfeln:
Garbsaure, Gallussäure. Ellagsäure. Zellensubstanz. Wasser.
D
avy
26,0
. 6,2 - 63,0
^Uibourt 65,0 2,0 2,0 10,5 11,5,
Ehrend Pelouze nach seinem Verfahren der Grabsauredarstellung 35 bis^0» Leconnet nach seinem Macerationsverfahren 60, Meunier d. a. durch«allung mit Leim 41,4 und Domino nach seiner Methode 66 Theile Gacb-lflure erhielt. Mohr dagegen entzog den Gallapfeln mit Aether-Weingeist'2,2 Proc. ziemlich reine Garbsaure/ und erhielt aus dem Rückstand mittelst Was-°H92 Proc. lösliche und 21,88Proc. unlösliche Theile.— Obwohl die Gärb-iü»re der Gallapfel in der Praxis bei weitem nicht die wichtigste ist, so spielt",öoch darin eine Rolle und ist außerdem, wie bereits erwähnt, der einzigeEndlich studirte Repräsentant ihrer Gattung. Sie verdient daher auch anustr Stelle etwas ausführlicher besprochen zu werden.
Die Gallapfelgarbsaure krystallistrt aus ihren Auflösungen nicht, sondern D>, s°r.. nach dem Austrocknen stets als eine gummiartige, gelbgefarbte Massej ten , obwohl sie an sich in reinem Zustande farblos ist. Sie löst sich leichtWasser, in wasserhaltigem Weingeist (nicht reinem Alkohol) und Aether.lc gesättigte ätherische Lösung ist sycupdick und läßt sich nicht mit überschüs-gem Aether mischen, so daß immer zwei getrennte Schichten bleiben; durch^flsütz von etwas Weingeist zu dem Aether löst sie sich jedoch darin in jedem^"hältniß.
Die aus den Galläpftln Dargestellt @ät6 ^ utf unb
und 45,28 Proc. Sauerstoff). ... m j t den übrigen Basenalle drei Aequivalente. bei rhr-r V-rbmdung m
zwei Aequivalent Wasser abgeschieden. ^lsaurm, essigsauren Salze
d- ..®' e ^arbsäure fallt die salpeters ' , Ebenso die Chlorüre der-
^ Alkalien aus ihren Lösungen, die si 9 Schwefel-, Salz-, Phosphor-,
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