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Zweiter Band.
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GLrberei. Die Gärbemittel.

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"Lohe«*). Aus den (unten angeführten) Untersuchungen der Eichenrinde scheintDi- Eich, «=hervorzugehen, daß ihr Garbestoffgehalt in der ersten Zeit nicht am höchsten ist,aber bis zum 18ten, selbst bis zum 30ten Jahre zu- und bei der alleren Rindewieder abnimmt; daß ferner der Garbstoffgehalt der Rinde im Frühjahr merklichgrößer ist als im Herbst. Darin finden die in der Praxis geltenden Regeln ihreRechtfertigung, wonach man die Rinde soviel wie möglich in der Altecsperiodezwischen 18 und 30 Jahren und im Frühjahr sammelt. Das Abschälen der^iinde tobtet natürlich das Holz, so daß ein Bestand nicht zugleich zur Produc-üvn von Stammholz und Lohe dienen kann. Man benutzt zwar auch dieZweige der alteren Stamme zu Lohe, unterhalt aber dazu meist eigene Be-fände, in welchen die Eichen strauchartig oder als Hackwald gezogen werden, derhch eine Reihe von Jahren durch Wurzelausschlage ergänzt. Die Gewinnung^r Lohe besteht in dem Schalen und in dem Trocknen mit dem Aufsetzen undBinden — Verrichtungen, von denen sehr wesentlich die Güte des Productes ab-h»Ngi. Je langer und mit je größerer Oberfläche die Rinde der Luft ausgesetzt’ft/ um so mehr verändert sich ihr Garbestoff, ganz besonders so lange sie nicht'^ftttocfen ist. Jeder Regenguß, der die Rinde trifft, wascht einen Theil derWirksamen Bestandtheile aus und vermindert so den Werth der Rinde oft umBedeutendes. — An einigen Orten schalt man so, daß die Rinde zwar los-löst wird, aber mit dem oberen Ende am Stamm zum Abtrocknen hängenwas sehr zweckmäßig, aber beschwerlich ist, weil man nicht bequemBoden bis auf die erforderliche Höhe reichen kann. — Gewöhnlicher fallt"wn das Holz nach dem üblichen Holzmaß, also zu etwa 5 Fuß, schalt die Rinde^dieserLänge ab und legtsie armvollweise aufBöcke aus kreuzweise eingerammtenBöcken zum vorläufigen Abtrocknen, worauf sie nach einigen Tagen zum völli-jj en Abtrocknen in größeren Stößen auf eine Holzunteclage gesetzt, dann in Bün-eI gebunden und verkauft wird. Wahrend dieser Zeit ist die Lohe den Wechsel-nden der Witterung und dadurch großem Schaden ausgesetzt. Es verdient daherEmpfehlung, die trocknende Lohe unter offenen Hütten aufzusetzen, die aus^ als Nebennutzung fallenden Schälholz errichtet und von oben mit Ginstern^rgl. bedeckt werden. Nach Versuchen von Gwinner bedurfte ein Bund^ von 4 Fuß Länge, 1 Fuß Dicke und 48 Pfund schwer, bei gutem Wetter2 Stunden zum Austrocknen und verlor dabei 18 Pfd. Zwei andere Bundegleicher Größe, jedes 45 Pfd. schwer, bedurften bei schlechter Witterung 90funden und verloren 17 Pfd. an Gewicht. Im Durchschnitt verliert die Lohedas Trocknen an 40 Proc. des Gewichts.

, Insofern die Lohe in ungleich größerer Ausdehnung und wesentlich zu Leder-ej nt " verwendet wird, die das Material zu ersten Bedürfnissen abgeben, wäre^ zuverlässige wissenschaftliche Untersuchung derselben von höchstem Interesse;

hat jedoch" von dieser Seite gerade die spärlichste Berücksichtigung erfahren.8 üesert die

* ot ? e stammt von derselben Wurzel wie Lauge, bedeutet also ursprünglich mehr

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w Lohbrühe. Daher auch die veralteten Ausdrücke lohen und Löhr für gärbenUNd Gärv»?

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