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Sechste Gruppe. Die Bekleidungsgewerbe.
Die
rinde
Lohe.
Extract.
Garbstoff.
22,5
15,0
23,1
16,0
10,0
4,0
8,5
3,0
. 6,04
. 4,37
. 6,66
. 10,5
. 5,7
weiße innere Rinde von alten Eichen, nach E. Davy» » » » jungen -> . » » »
gefärbte innere Rinde.» » » .
ganze Rinde.» » » .
ganze Rinde, im Frühjahr, nach anderen Versuchen .
-> » im Herbst, -> » ->
Ganze Rinde von Buschholz, » » »
Rinde von 2 — Zjahcigen Stammen, nach Müller>> » Zweigen » ->
Gerber fand in der Rinde von Q. robur in Wasser auflösliche Stosse27,96 Proc., durch Kali und Salzsäure lösliche 13,33 Proc. und unlöslichenRückstand 58 , 23 ; er schied aus dem wässerigen Extract mitWeingeist 1,1 Proc.garbsaurehaltige Gallussäure und 5,6 Proc. Gärbsäure. Bei den meisten dieserAnalysen fehlen genügende Angaben über den Ursprung, Alter, Beschaffenheitder Lohe; alle sind nach unzuverlässigen Methoden angestellt und in der Voraus-setzung unternommen, als sei der Garbstoff der Eichenrinde identisch mit derGärbsäure der Galläpfel. Wie wenig diese Voraussetzung berechtigt ist beweisendie Beobachtungen von Stenhouse, wonach dieser Garbstoff weder Gallus-säure noch Pyrogallussäure liefert, also von der Galläpfelgärbsaure jedenfallsverschieden ist, obgleich beide die Eisensalze schwarz fallen. — In Deutschlandist es Quercus Robur Wild. und Q. pedunculata Wild., in FrankreichQ. ilex L., Q. coccifera Wild. und Q.'glomerata, in Amerika Q. alba Wi^ 1 ’Q. prinus Wild. und Q. tinctoria Wild, welche auf Lohe benutzt werden.
Außer der Rinde der Eiche sind auch die Blätter und das Holz selbst Garb-stoffhaltig. Die ersteren hat man schon mehrfach den Garbern empfohlen, a '^den Eichensagespänen wird ein Extract fabrikmäßig bereitet.
Unter den Nadelhölzern sind mehrere als Surrogat der Eiche empfahl^z-r. und angewendet worden; dahin gehört die Lärche (Pinus larix), die Hervlv "sichte (Pinus canadensis), die gewöhnliche Fichte (P. sjlvestris). In der RlNder letzteren fand Berzelius 6,6 Proc., und Nardo in der Rinde sinkAbart des südlichen Europa's (Pinus maritima Mill.) sogar 52 Proc.der Fichten rinde erhielt Müller 5 Proc., aus der Tannenrinde 4 Proc- ® sltstoff. Der Gärbstofs dieser Nadelhölzer fällt die Eisenoxydsalze anfangs l>laschwarz, dann dunkelgrün, aber den Brechweinstein gar nicht. . _
D-rschi-- In ähnlicher Weise sind folgende gärbstoffhaltende Pflanzenstoffe theils ^^"-'^t-n''suchsweise in Anwendung, theils nur in Vorschlag gekommen: Die
Buche (Fagus sjlvatica) in Amerika; der Erle (Alnus glutinosa); der(Ulmus campestris) mit 2,7 Proc. Garbstoff; einer auf NeuseelandEschenart, deren Extract nach England ausgeführt wird; der Pappel $
tremula) mit einem der Chinarinde ähnlichen Gärb'stoff; des Vogelbeerba^(Lorbus aucuparia), besonders in Amerika; derBirke (Rewla alba), in Schw^*viel gebraucht und neuerdings von HellmaNn empfohlen; der Roßka!
■ (Aesculus bippocastanum), deren Gärbstoff, nach Davy 3 4 Proc., I' 1 ’
der der Nadelhölzer verhalt; der Weide, die gewöhnliche enthalt nach Davy '
Rinde derNadclhöl-