Gärberei. Die Gärbemittel. 533
öie von Salix fragilis 3 ^)roc., ihre Zweige etwas mehr eisengrünenden undBrech-weinstein nicht fällenden Gärbstoff. Ferner verschiedene mehr kraut- und strauch-artige Pflanzen, so die Heidelbeere (Vaccinium myrtillus), die Brombeere (Ru-busarten), der Hopfen (Humulus lupulus, vergl. S. 327 d. 33.); endlich dieDseintrestern.
Gegenstand regelmäßigen Verbrauchs ist dagegen der Schmack oder Su-Mach, der als grünes oder graues Pulver aus dem Handel bezogen wird. Erstammt von den Sumacharten, vorzugsweise aber von dem Garbersumach (Rhusc °riaria), einem zehn bis zwölf Fuß hohen Strauch, der auf magerem Bodenläufig jm südlichen Europa, überhaupt,in den Ländern um das mittelländischeststeer wächst. Die Blätter, Zweige und Blüthenstiele werden einfach getrocknet,Un tcc einander gemahlen und als Schmack versendet. Man unterscheidet folgendedorten nach dem Ursprung, welche zugleich in der Reihenfolge den Abstufungen^r Qualität entsprechen.
Der sicilianische Sumach in zwei Sorten. Die geschätzteste ist der^lcamo, ein ziemlich feines, lichtgrünes Pulver, frei von Holztheilen, einem^genehmen, veilchenartigen Geruch und stark zusammenziehenden Geschmack;ec giebt einen wenig gefärbten, gelbgrünen Aufguß mit Wasser. — Die zweiteist mehr rothgelb, von schwächerem Geruch, weit weniger adstringirendem^schmack und wird zum Farben, aber nicht in der Gärberei gebraucht. Derst^ilianische Schmack kommt in Ballen von etwa 1% Centner in den Handel.
Der spanische Sumach in mehreren Sorten, von weniger sorgfältigerZubereitung, mit holzigen Theilen vermengt. Die beste Sorte ist der P ri eg o aus^ Umgegend von Malaga, ebenso fein gemahlen, aber heller von Farbe als, ec stcilische, von einem Geruch, der mehr an den Thee erinnert. Giebt einendnkleren, mehr rothen Aufguß; in Sacken von beiläufig 1 Ctr. Die beidenÄderen Sorten, der Molina und Valladolid, stehen dem vorigen nach, demle stnst ähnlich sind.
„ Der portugiesische oder Porto-Schmack gleicht dem Priego am mei-enthält aber noch mehr salzige Theile und ist überhaupt unreiner.
Der italienische, dunkelgrün von Farbe, ohne Holztheile, aber kör-anzufühlen, von einem der Lohe ähnlichen Geruch, in Qualität ziemlichdem französischen gleichstehend. Die beste Sorte desselben, Fauvis^Nannt, kommt aus der Gegend von Brignolles bei Marseille und gleicht, wennZitier ist, dem Mischen, wenn weniger rein, dem Malagaschmack, und gehtUnter beiden Namen. Die zweite Sorte, Donzere, und die dritte, Pudis,d>id ^ in der Färberei gebraucht. Die vierte Sorte, von graugrüner Farbe^l^oonig, ssn von keiner Sumachart, sondern von einem in der Languedoc^birken Strauch, der Loriaria myrtikolia, herkommen.d°N Sch"wck ist bis jetzt nur sehr wenig chemisch untersucht worden; aus ,H ^°°bachtungen von Stenhouse geht jedoch soviel Mit Gewißheit hervor,«citt fertig gebildete Gallussäure und eine Gärbsäure enthalten ist, welchegz^«^"solben Umständen in Gallussäure verwandelt wird, wie die Galläpfel-aucc * Die Gärbsäure der Galläpfel und die des Sumachs sind daher wahr-
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