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Sechste Gruppe. Die Bekleidungsgewerbe.
scheinlich ein und dasselbe; auch ist in der Praxis anerkannt, daß unter allengarbstoffhaltigen Materialien der Sumach den Gallapfeln am nächsten steht.
Nach E. Davy giebt der sscilianische Schmuck 34,3 Proc. Extract und16,2 Proc. Garbsaure, der von Malaga 32,5 Extract und 16,4 Garbsaure.
Von gewissen exotischen, garbstoffhaltigen Gewachsen kommt statt des garb-stoffsührenden Pflanzentheils vielmehr der eingetrocknete Saft, theils als Extractoder Kunstproduct, theils als Naturproduct in den Handel, so das Eatechuund das Kino. Unter diesen Benennungen hat der Droguenhandel zahlreicheProducte nach derAehnlichkeit der äußeren Beschaffenheit zusammengeworfen undeine Verwirrung in die Kenntniß derselben gebracht, die sich bis jetzt nicht gutauflösen laßt, da der Ursprung und die Bereitung ebenso unvollständig bekanntist, wie die Zusammensetzung und chemische Natur der Bestandtheile.
C-u-chu. Seit dem Anfang der dreißiger Jahre findet das eine, sonst nur in derArzneikunde gebrauchte Material, das Eatechu, in der Garberei eine zuneh-mende Anwendung. Man hielt es früher, durch das äußere Ansehen getauscht,für eine Art Erde, woher der Name japonische Erde (terra japonlca). DasEatechu ist der eingedickte und ausgetrocknete Saft gewisser gärbstoffreicher Ge-wachse, welcher seit den ältesten Zeiten im östlichen Asien, Ostindien, den ostin'bischen und Südseeinseln zum Kau-Beteb gebraucht wird und daselbst Gegenstandeiner sehr beträchtlichen Consumtion ist. Ueber das Nähere des Ursprungs undder Herkunft der verschiedenen Sorten Eatechu herrscht noch sehr viel Ungewißheit-Man unterscheidet indessen allgemein als die beiden Hauptsorten die Gambit'arten und die beiden eigentlichen Eatechu: das bengalische und das Born'bay-Eatechu. Diese drei Hauptsorten werden von den Droguisten in eintMenge von einzelnen Sorten getheilt, deren Kennzeichen jedoch sehr unsicher undschwankend sind.
Der Gambir wird nach der gewöhnlichen Annahme aus dem Safte derBlatter und Zweige des aus Sumatra, Malacca, Singapore, besonders derInsel Rhio, wachsenden Strauchs der Nauclea oder Uncaria-Gambir bereitetund kommt im Handel in würfelförmigen, Zoll hohen, trockenen, leichten, zerredlichen Stücken vor, von erdigem Bruch und brauner, meist zimmtbrauner,Innern rostgelb - graulicher Farbe, ohne Geruch. Der Geschmack hat nicht?Bitteres, ist anfangs rein zusammenziehend, hintennach nicht unangenehm süßt^'Es existirt auch ein sehr selten vorkommendes, beinahe weißes Gambir.
iengalisches Eatechu, in Gestalt von großen, unregelmäßigen
ku-
chenförmigen oder auch undeutlich würfelartigen Brocken; sie sind äußerlichmäßig braun, inwendig mit helleren und dunkleren Schichten, dabei ziew 1schwer und fest. Es soll aus dem Safte der Areca Catechu, einerderen Früchte (die Areca-Nüsse) ebenfalls im Handel vorkommen, nachaus dem der Acacia Catechu, einer Schotenpflanze, bereitet werden, n>e wletzteren meistens ,
das Bombay-Catechu zugeschrieben wird. Dieses findet sich >n ^regelmäßigen, ungleich großen, viereckigen, oben oft gewölbten Kuchen von ^bis leberbrauner, auf dem Bruch gleichmäßiger Farbe. Sie erscheinen aumatt, auf dem Bruch wachsglanzend; der Geschmack ist wie bei Gambir.