Gärberei. Die Gärbemittel.
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Die Catechusorten und der Gambic lösen sich nur sehr teilweise in kaltem Ca,-chu.Wgsser, in heißem Wasser oder in Alkohol lassen sie nur einen Rückstand vonwenigen Procenten, der meist aus erdigen Theilen, aus den anhangenden Blat-tern oder Samen besteht, welche vom Trocknen her anhangen. In der Warme^weichen die Catechusorten und werden knetbar, in stärkerer Hitze zersetzen sie!>ch und hinterlassen nach der Verbrennung 3 bis 5, selbst 8 Proc. Asche. Sie sindb Urch zwei eigenthümliche Bestandtheile charakterisirt, die Catechugärbsauret>nd die C at ech usau re (CatechinodecTanningensaure).— Die Catechugarbsauresich in Wasser, Weingeist und Aekher; sie verhalt sich gegen Alkalien undsauren ähnlich wie die Galläpfelgärbsaure, fällt den Leim und die Eisenoxydsalze,
^tztere jedoch mit graugrüner Farbe, aber den Brechweinstein nicht. Sie istschon für sich, besonders aber in ihren Verbindungen mit den Basen noch leich-itr zersetzbar als die Galläpfelgärbsaure, wobei die anfangs farblose Säure all-^c>lig roth, dunkelroth und zuletzt schwarz wird. Davy erhielt aus CatechuBombay 54,3, aus bengalischem 48,1, Nees aus dem Gambir 36 — 40Gerbsäure, nach welchen übrigens nichts weniger als zuverlässigenBestimmungen das Catechu, seinem Garbsäuregehalte nach, mit den Gall-^pstln nahe gleichen Rang einnimmt. Die Catechugärbsaure weicht sehr we-ltlich von der Galläpfelgärbsaure darin ab, daß sie durchaus keine Pyrogallus-m>re giebt. Pelouze hat zwar gefunden, daß sie sich nur durch einen geringeren^Merstoffgehalt von der Gallapfelgarbsaure unterscheide; allein dies bedarf wei-Bestätigung, wie denn überhaupt die Natur und Zusammensetzung dieses°rpers noch so unvollkommen bekannt ist, daß selbst über die Löslichkeitsverhalt-noch völlig widersprechende Angaben vorliegen. — Die Catechusaure,lk°^ 18 Og' macht den Hauptbestandtheil des in kaltem Wasser unlös-
Theils des Catechu aus, worin sie mit der rothbraunen Substanz vermengt' in welche sich die Catechugärbsaure durch den Einfluß der Luft verwandelt.
« te Catechusaure jst ausgezeichnet durch die Leichtigkeit, womit sie sich an der^zersetzt unter gleicher Färbung, wie die sie begleitende Gerbsäure; sie fällt^. l öens den Leim nicht und hat überhaupt keine gärbenden Eigenschaften. Wennsau die bis jetzt gemachten Beobachtungen bestätigen, so ist die Catechu-
^ ^^in Umsetzungsproduct der Catechugärbsaure und steht zu dieser in demselbenwie die Gallussäure zu der Galläpfelgärbsaure. Gallussäure konnteeiT1 Catechu nicht aufgefunden werden.
säste ^ ntet ben ats Kino im Handel vorkommenden eingetrockneten Pflanzen-Das Kin°.
^ unterscheidet man vier verschiedene Sorten:bx ^knkanisches, in kleinen, eckigen, scharfkantigen, spröden, zu einemte tn Pulver zerreiblichen, glänzend schwarzen Stücken, in dünnen Split-
ts" ^^'nrvth durchscheinend. Es ist geruchlos, von stark adstringirendem, hin-läßlichem Geschmack, löst sich in kaltem Wasser etwa zur Halste, in ko-Wasser und Alkohol fast vollständig zu einer blutrothen Flüssigkeit auf.eju^^°holische Lösung gelatinirt leicht. Es soll der Extract oder erhärtete SaftegUminose, ?terocarpus erinacen« I^amarle., sein.
^Nder ^'" b ^lches Kino, von dem Saft des kterocarpv8 Mrsuxium, nachfrondosa, aus derselben Pflanzenfamilie wie das vorige,