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Gärben. Die Rothgärberei. Das Reinmachen.
der auf diese Weise erzielte Mehrwerth der Hauke für das jährliche ConsumoD»sAb,M,neiner einzigen Garberei ersten Ranges daselbst auf 150,000 Fr. geschaht wird.
Die frischen Haute heißen in den Garbereien „grüne Haute--, im Ge-gensatz zu den getrockneten, wohin alle aus dem Handel bezogenen, besonders dieamerikanischen Wildhaute gehören. Um die Faulniß wahrend des Trocknens zuverhindern, werden die Haute gewöhnlich vorher auf der Fleischseite gesalzen oderetwas angeräuchert. Auch zu rasches Trocknen kann die Haut benachtheiligen; .
Man will sogar gefunden haben, daß die Haute sich in Folge davon in der Dickespalten oder stellenweise in Blatter trennen.
Ehe von dem eigentlichen Garben die Rede sein kann, muß die Haut"rein gemacht--, d. h. möglichst von denjenigen Theilen befreit sein, welchenicht zum Leder gehören. Dies sind auf der Außenseite der Haut, auf der"Narbe--, die Haare und was damit zusammenhangt, auf der inneren, sogen.
Aas- oder Fleischseite, das Zellgewebe mit seinem Fett, Theile von Fleischrc.
Daß Ganze endlich ist mehr oder weniger von Blut, Lymphe k. durchdrungen,
Zlejchviel ob die Haut frisch oder getrocknet ist, welche ebenfalls weggeschafft wer-den müssen. Diese Reinigung, zuweilen aber auch eine gewisse, die eigentlicheFärbung fördernde Auflockerung des Hautgewebes, das „Schwellen--, sind>M Wesentlichen der Zweck der verschiedenen Vorbereitungsarbeiten. Die nach-gehende Darstellung dieser Arbeiten und des Garbeproccsses bezieht sich zunächst^iglich auf die gewöhnlichen lohgahren Leder zu Schuhmacher- und Sattler-seiten, welche den Hauptbetrag der gesammten Lederproduction ausmachen.
gewissen eigenthümlichen Sorten aus der Classe der rothgahren Leder da-8egen, wie von dem Juften, Saffian u. a., wird spater gehandelt werden.
Das Reinmachen und Schwellen der Haute.
Vor allen Dingen beginnt der Garber mit dem „Einweichen« der rohensi£ aut e, um dadurch den anhängenden Schmutz zu entfernen, die auflöslichen^ 1 der thierischen Flüssigkeiten auszuziehen und, was die trockenen Häute an-
^ atl 9t, in denjenigen geschmeidigen und erweichten Zustand zu bringen, welchen? Nachsagenden mechanischen Reinigungsarbeiten voraussetzen. Fließendes Was-verdjent — was jedoch nicht alle Gärber anerkennen — den Vorzug, nicht" weil es sich von selbst und ohne Kosten unaufhörlich erneuert, sondern auches als weicheres Wasser die Bestandtheile der thierischen Säfte besser und
nrv eichen.
Äscher
^ ■ auszieht, als kalkhaltiges, hartes Wasser. Man befestigt die Häute im-driz der Strich der Haare der Stromrichtung gerade entgegengeht, damit
g^^sser möglichst auf die Hautoberfläche wirkt. Wo man fließendes Wasserman seine Zuflucht zu den „ Weichkufen--. Diese sind ent-bj e ec dlvße Bottiche oder mit Holz verschalte Gruben, am besten so groß, daßLssüll"ausgebreitet eingelegt werden kann. Ist die Kufe mit Wasserejy \ ' "'"den die Häute flach über einander in Partieen von 30—40 Stückabet ""d von oben so mit Hölzern beschwert, daß sie unter Wasser bleiben,werden.— Das bloße Aufweichen würde im Ganzen-^uhe und nicht viel Zeit erfordern, wenn es nicht zugleich Aufgabe des