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Zweiter Band.
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Sechste Gruppe. Die Bekleidungsgewerbe.

84 »««,»,»«- Garberei wichtige und die bei den Praktikern herrschende Anschauung wieder-Ukbcrsichr d-r giebt. Den Ausgangspunkt bildet:

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A. Das Versahren durch bloßes Einlegen in die Lohbrüheund Aufschlagen.

Im Wesentlichen bereits im Obigen beschrieben. Es ist ursprünglich vonMa cbride angegeben, der als der eigentliche Erfinder der Schnellgärbereianzusehen ist. Er hatte übrigens den unglücklichen Gedanken, Kalkwaffer zuinAusziehen der Lohe vorzuschreiben, den spater

Seguin verwarf, der das Verfahren von Macbride in den besserenund Hauptpunkten annahm und demselben Aufnahme und Verbreitung ver-schaffte. Es gehört ferner hierher das Verfahren von

B rewin für Garbebrühen aus Katechu, Kino und Divi-divi, sowie das vonJones. Letzterer, in der Meinung, daß durch den Druck, den die in derKufe über einander liegenden Haute auf einander ausüben, die Garbebrühe aufdie Seite gepreßt und dadurch verhindert werde, auf die ganze Hautoberflächrzu wirken, trennt die einzelnen Haute durch Zwischenlager! eines absorbirendenZeugs (Flanell)'und diese Zeugschichten wiederum durch eine Lage eines wasser-dichten Stoffs aus Cacutschouc oder dergleichen.

Nossiter legt in gleicher Absicht die Haute einzeln auf Lattenhorden ein,so daß dadurch der Druck der Häute auf einander aufgehoben wird.

B. Mit Circulation der Garbebrühe.

A. Turnbull's Verfahren. Eine Anzahl Garbekufen sind durch ein 9 e *meinschastliches Röhrensystem verbunden; eine an den Röhren angebrachte Druck'und Säugpumpe bewirkt eine ununterbrochene Circulation der Garbebrüheden Kufen. ‘

C. Durch vermehrte Endosmose und Exosmose.

A. Turnbull's zweites Verfahren. Die Haute werden zu Sacken zu-sammengenäht und so mit Wasser und Lohe gefüllt, daß beim Zubinden derMündung keine Lust eingeschlossen bleibt. Die so vorbereiteten Säcke werde»in einen mit Catechulösung gefüllten Bottich untergetaucht, deren Dichte durcyZusatz von Zucker erhöht ist, um einen lebhafteren Austausch der Flüssigkeit t»nerhalb mit der außerhalb der Hautsäcke herbeizuführen.

v. Durch Bewegen der eingetauchten Haut.

, Brown's Verfahren. Die Haute befinden sich in einem offenen Cylinder,ähnlich der Waschtrommel für Runkelrüben in den Zuckerfabriken (S. 196 d-B.), welcher unter dem Spiegel der Flüssigkeit rotirt. Diese wird durch Aus-ziehen der Lohe iu der Warme dargestellt und nach der Erschöpfung immerbet zur Darstellung frischer Brühe auf die Lohe zurückgebracht.

Squire wendet eine ähnliche Trommel an, die jedoch nur bis zurin die Bruhe taucht und mit Abtheilungen versehen ist, so daß die Hautewechselnd bei jedem Umgang, d. h. dreimal in der Minute, aus der Flüssigkelgehoben und wieder eingesenkt werden.

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