Gärberei. Rothgärberei. Schnellgärberei. 561
I. und G. Cox befestigen zu demselben Zweck die Häute an dem Um-Il'bcrficht d,r^ng von Rädern oder Walzen, so daß sie frei herabhangen; ebenso
Keasley an beweglichen Rahmen; in beiden Fallen tropft die Gärbeflüs-sigkeit beim Aufsteigen der Haute aus der Flüssigkeit leichter ab, als bei S q ui-oe's Einrichtung.
Vauquelin's Methode, dieselbe, wofür in England Pvvle ein Patent^ahm. Die Haute werden in der mit Dampf erwärmten Lohbrühe gewalkt,anfangs durch mit Holznägel versehene Stampfen, wobei die Haute von einem^nde des Trogs zum andern hin und her geschafft werden, gegen Ende durch^"e mit Däumlingen versehene Welle. Kalbshäute sollen in vier, Kuhhäute inocht, Ochsenhäute in zwölf Wochen gahr werden.
Burr wendet in gleichem Sinn eine gewöhnliche Walkmühle an.
E- Durch Mitwirkung von mechanischem Druck, der schon bei denunter 6 erwähnten Methoden im Spiel ist.
Nossiter's Verfahren; die Haute werden von Zeit zu Zeit aus derfOkühe genommen und unter einer Schraubenpresse von der erschöpften Flüssig-st befreit. Ebenso bei dem zweiten Verfahren von
Jenes (das erste s. u. A), nur daß die Haute auf ein durchlöchertes^tett ausgebreitet und so unter einer Walze durchgeführt werden.
Herapath's und Cox's Verfahren. Die Haute sind zu einem un-^dlich^n Band mit Bindfaden zusammengenäht, welches zwischen zwei über dertube angebrachten Druckwalzen durchgeht. Das Band steigt in ununterbro-^Uer Bewegung auf der einen Seite aus der Grube auf, wird zwischen denholzen ausgepreßt und kehrt auf der andern Seite wieder in die Lohbrühe zu-^E. Von der Geschwindigkeit der Walzen und der Lange des Bandes hangt' c Dauer des Aufenthalts jeder Haut in der Brühe, also die Zeit zwischen je^ 6 ’ Pressungen ab. Die Gärbedauer soll sich dabei auf die Halste, nach An-^e» auf ein Drittel der gewöhnlichen Zeit abkürzen.
Mit hydrostatischem Druck.
s. Der Druck wirkt einseitig und treibt die Brühe durch die Haut.
^ ^vgswell's Verfahren; die Haut wird auf eine Schichte Sagespahne8iee"^^reitet, daß die Mitte tiefer, die Ränder höher zu liegen kommen. Man(jAso QebUbeten Bausch voll Lohbrühe, welche durch die Haut wie durchSeihetuch durchfiltrirt, aber weit langsamer.
^haplin's Verfahren. Mehrere Haute werden zu Sacken zusammen-deg Loh- und Catechubrühe gefüllt, ohne Luft einzuschließen zugebun-
W stu f oiner Rinne zum Abziehen der durchsickernden Flüssigkeit hingestellt^erbx^o^3eit zu Zeit gewendet, um eine gleichmäßige Wirkung des DrucksHo 'führen. Um die dabei eintretende, etwas gewaltsame Dehnung dervermeiden, hangt
® ta?c die aus zwei Häuten zusammengenähten Sacke zwischen zwei^Sleick ' bmn Stäbe der Haut zum Widerlager dienen und erwärmt^' e Lust des Locals auf ungefähr 65 o C>, um den Durchgang der
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