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Zweiter Band.
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Sechste Gruppe. Die Bekleidungsgewerbe.

'w'Än'" durch die Haut mittelst Verdunstung an der Außenfläche der Sacke zu

beschleunigen. Anstatt der Gitter wird bei

W. H. Cox's Verfahren der aus den Hauten gebildete Sack in einen sol-chen aus Canevas eingeschlossen, dadurch die schädliche Dehnung der Haut ver-hindert und es möglich gemacht, einen stärkeren Druck anzuwenden. Zu demEnde ist in der Mündung des Sackes ein Druckrohr angebracht, welches bis zueiner gewissen Höhe gefüllt erhalten wird. Das Ganze repräsentier daher, wie jdie Vorrichtung des

T. G. Spilsbury'schen Verfahrens, wobei jener Dehnung indessennicht begegnet wird, eine Real'sche Presse. Bei diesem werden je zwei Haute,statt zu Sacken verbunden, vielmehr so zwischen drei Rahmen mit Schraubengeklemmt, daß dadurch eine Art flacher Kasten entsteht, dessen Boden und Deckeldurch die Haute gebildet wird. Das Druckrohr geht durch den mittleren Rah-men dieses aufrechtstehenden Kastens.

T h. Peachy preßt bei seinem Verfahren die Garbebrühe durch Druck-pumpen in die nach obiger Art gebildeten Hautsäcke.

b. Die Haut ist in die unter hydrostatischem Druck befindliche Gärbebrüheeingetaucht.

H. Fletsch er's Verfahren. Die Häute kommen in eine mit Gärbe-brühe gefüllte, sonst wie Fig. 143 eingerichtete Gärbekufe. Ebenso bei ' j

M. Poole's Verfahren; das Druckrohr mündet in zwei Aesten in den jBottich, um den Druck bald von oben, bald von unten wirken zu lassen. !

Unter den bei b. bezeichneten Umständen ist der hydrostatische Druck ohru- ,hin ohne Einfluß und der Wechsel seiner Richtung vollends müßig.

G. Im luftverdünnten Raum.

I. Knowly's und W. Duesbury's Verfahren. Die Haute lieg^in luftdichten Kästen; durch eine damit verbundene Luftpumpe wird die Lusaus den Poren der Haut ausgetrieben. Wie bekannt entweicht die Lust vo 'ständig und leicht beim bloßen Einweichen und gehört überhaupt nicht zuHindernissen, welche dem Eindringen des Gärbstoffs entgegen stehen.

Wahre des Leders.

8. Durch Punktation.

Snyder will jenes Eindringen dadurch erleichtern, daß er eine von b^den Hautseiten vor dem Gärben vermittelst eines mit zahlreichen Stahlstuversehenen Apparates durchsticht und so gleichsam künstliche Poren macht-Die Wärme beschleunigt die Aufnahme des Gärbstoffs durch diemuß jedoch mit großer Vorsicht angewendet werden. Sobald die Temperasich derjenigen nähert, wobei die Haut anfängt, ihrer Verwandlung inGallerte zu unterliegen — und dies geschieht noch merklich unterhaSiedepunktes —, leidet das Leder unfehlbar an seiner Festigkeit und wirletzt vollkommen brüchig und spröde. g#

Man erkennt die Gahre des Leders am besten beim Durchschneiden.Schnitt muß gleichmäßig von Farbe und Beschaffenheit sein, die Faser,der Haut deutlich zeigen und beim Schaben mit dem Messer leicht faserig,