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Zweiter Band.
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Gärberei. Rothgärberei. Ausbeute.

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Nicht platirt, sondern allein gekrispelt wird und folglich stets die natürlicheNarbe zeigt.

Unter dänischem Leder versteht man ein lohgahres Handschuhleder, Dänisch.«r,-welches besonders im Norden aus Hauten von jungen Ziegen, Lämmern, Renn- e,c 'thieren mit Weidenrinde gegarbt wird. Es zeichnet sich durch eine ungewöhn-liche Geschmeidigkeit und durch eine schöne, lichte Farbe aus.

Jnstrumentenleder (zu Hammern, Claviatuken, Charnieren, KeilenMusi'kal. Jnstr.) muß seiner Bestimmung nach überaus weich, lose, aber dochsthr elastisch sein. Bei einigen Sorten erreicht man dieses durch eine Verbin-dung des Loh- und Samischgarbens, andere Sorten sind nur loh-, noch andereNur samisch gegarbt. Das Specielle dieser schwierigen Fabrikation ist ein Ge-heimniß Einzelner.

Die Gewichtsveranderung, welche die Haut durch das Garben erleidet, jst Au«b-u„don großem praktischen Interesse, weil das Leder nach dem Gewichte verkauftbürd; sie ist aber nichtsdestoweniger sehr unvollkommen festgestellt. In derPraxis vergleicht man dabei das Gewicht des Leders — bald trocken, bald luft-^vcken, bald vor oder bald nach dem Zurichten, bald eingefettet bald nicht ein-Nssettet — mit dem Gewicht der Haut und zwar entweder der trockenen oderder grünen Haut, der rohen oder der gereinigten Haut (Blöße).

Die Garber rechnen gewöhnlich auf 100 Pfund grüner, roher Haut 50 2 m Groß,,,.Pfund gahres Leder und einen Lohverbrauch, je nach der Güte und Garbung,d°n 200 bis 350 Pfund; sie rechnen ferner, daß 100 Pfund (luft-)trockene,

^°he Haut 110 bis 112 Pfund fertiges Leder geben und dazu 400 — 600*funb Lohe gehören. Die Gewichtsvermehrung der trockenen Blöße wird auf0 bis 50 Proc. angeschlagen. Solche Angaben bieten indeß keinen reinen^gleich, wxil sie nicht auf gleiche und feste Zustande zurückgeführt sind undUen keinen richtigen Schluß auf die Menge des aufgenommenen GarbestoffsEinerseits ist die rohe Haut, wegen schwankender Trockenheit und Rein-kein brauchbarer Anhaltspunkt; auf der andern Seite ist es das fertigeebensowenig, weil sein wahres Gewicht durch die Zurichtung verliert undgleich absichtlich und scheinbar durch starkes Einfetten vermehrt wird. D avy 3mdie aufgenommene Menge des Garbstoffs durch genaue Versuche im Klei-festzustellen gesucht. Er fand, daß lOO Gew.Thle. trockene, reine Kalbsblöße

b "rch schnelle Garbung mit Gallapfeln zunahmen um 64 Gew. Thle.

" » » Catechu » »19 »

" » » -> Weidenrinde » » 34 »

" » » » Eichenrinde » » 34 »

” langsame » » Weidenrinde » ” 15 «

” » » « Eichenrinde » » 17 »

vNr ^ jedenfalls ein merkwürdiges Resultat, daß auf dem langsamen WegeEZ .^^soviel Garbstoff aufgenommen werden soll, als durch Schnellgarbung.die bstmi£ nach der Ansicht vieler Praktiker seine Richtigkeit; doch sprichtglei^^^nng Anderer dagegen. So sollen von zwei frischen Schlachthauten

Beschaffenheit, die eine nach dem gewöhnlichen Verfahren 52 Proc., die

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