578 Sechste Gruppe. Die Bekleidungsgewerbe.
KuUuuu.anbete nach einem neuen Schnellgarbverfahren *) von Hellmann 56 Proc.Leder gegeben haben. Ebenso will Turnbnll nach seiner Methode von derfrischen Haut 60 Proc. Leder mit 100 Proc. Lohe in zwei Monaten, statt aufdem gewöhnlichen Wege 50 Proc. Leder mit 300 Proc. Lohe in 18 Monaten,erhalten haben. Endlich will man gefunden haben, daß die trockene Haut, nachdem amerikanischen kalten Schwitzverfahren behandelt, 170— 180 Proc. ferti-ges Leder liefert, anstatt 130—150 Proc. wie beim Kalken.
Die einzigen Versuche irn größeren Maßstabe von einiger Zuverlässigkeitverdankt man Kampffmeyer in Berlin. Sie sind zu dem Zweck ange-stellt, den relativen praktischen Werth einerseits des Enthaarens mit Aetzkalkund mit Gaskalk, andererseits des Garbens mit Lohe, Ellern-(Erlen-)rinde,Eatechu und Dividivi zu ermitteln. Die Halste der Proben sind mit Kalbfel-len, die andere Hälfte mit Wildhauten angestellt und diese jedesmal von mög-lichst gleicher Beschaffenheit ausgewählt worden. Es ergaben sich die Resultatenachstehender Uebersicht:
Kalbfelle
100 Gew.Th. Felle")
AusE
Gew-Thle
gefettetes
Leder
kommt
Gärbma-
terial.
Gewicht
Die Felle wurden
bei einemGärbmaterialverbrauch vonGew.Thln.
gaben gahres, gefettetes ***)Leder
der Felle jedesVersuchs.
enthaart
mit
gegärbt
mit
Stuck.
Pfd. Loth
Gew. Thle.
Gaskalk,Aetzkalk SGaskalk,Aetzkalk jGaskalk,AetzkalkGaskalk,Aetzkalk j
Eichenlohe
Dividivi
Catechu
Ellernrinde
B. Buenos - Avre
nute.
Gaskalk,Aetzkalk \Gaskalk,AetzkalkGaskalk,Aetzkalk fGaskalk,Aetzkalk ]
( 112,6', 111,1
107.7
107.3( 109,7, 107,9
114.3
111.7
Eichenlohe
Dividivi
Catechu
Ellernrinde
*) Ist noch nicht bekannt gemacht. .
**) Sowohl die Kalb- als Wildhäute sind hier im rohen, lufttrockenen Zustande g“) Nicht weiter zugerichtet