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Zweiter Band.
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Sechste Gruppe. Die Bekleidungsgewerbe.

Indiz.

Kalk,

Trennung der Faser, wieder aufgehoben werden (Stollen der alaungahren Leder),in noch anderen Fallen ist dies durchaus nicht mehr möglich. In der Regel istdie Haut in den hornartigen Verbindungen zugleich spröde und brüchig, wie siedenn überhaupt in Bezug auf die Festigkeit weit empfindlicher ist, als Wolle oderSeide.

Warum manche Substanzen mit der Haut stets Leder bilden, warum esandere nur unter Umstanden thun, und warum noch andere damit jederzeit jenehornartige Masse bilden, — darüber bieten die vorhandenen Beobachtungen keineErklärung.

Die Beschaffenheit des Products hangt indessen nicht allein von dem Garb-mittel, sondern auch von dem Lösungsmittel ab, worin man es der Haut dar-bietet. Weingeist und Aether beschleunigen und erleichtern die Garbung merk-lich, die darin gegärbte Haut schrumpft weniger leicht und leidet weniger an §**stigkeit, wo dies sonst bei wässerigen Lösungen der Fall ist.

Gärbung mit Der Indiz wird von der gereinigten Haut mit großer Energie aus denKüpen ausgenommen; die tiefdunkelblaue, satte Verbindung ist in der Fasstungeschwacht, aber wie sorgfältig man auch das alkalische Vehikel neutralistre»oder ausziehen mag, stets schrumpft die Haut zu einer steifen, festen Masse, vonhornigem Schnitt ein.

Die Haut entzieht einer zuckrigen Lösung von Aetzkalk diesen letzterenreichlich und rasch; das Product ist weißlich, von einer gewissen Aehnlichkeit m' 1den alaungahren Ledern, aber platt/ fest, steif, narbenbrüchig, spröde und etwas- durchscheinend, kurz kein wahres Leder. Doch scheint eine Kalkverbindung deN>Pergament zu Grunde zu liegen. ■— Legt man ein Stück Blöße in eine wässerigBleizuckerlösung, oder in Bleiessig, so schwillt sie auf wie in Kalkigsung, wird sehr durchsichtig und giebt nach dem Trocknen ein ähnliches sprödesProduct wie der Kalk. Nimmt man statt der wässerigen eine weingeistige S3l« pzuckerlösung, so erhalt man ein wirkliches, weißes, obwohl etwas plattes undzu"'Pergamentartigen hinneigendes Leder. Ganz ähnlich wie die Bleisalze verhallsich der A e tz su b l i m a t (Quecksilberchlorid). ^

Vorzüglich geneigt zur Lederbildung sind die der Thonerde isomorphentalloxyde, insbesondere das Eisen- und Chromoxyd, als schwefelsaure o esalzsaure, Salze angewendet. Das Garben mit Eisenoxydsalzen ist scho"längerer Zeit von Darcet empfohlen worden und spater hat Bordier einP ^tent darauf genommen. Die Sache hat jedoch bis jetzt wenig oder keinen C>gang gefunden, scheint aber in den neuerdings öfter angepriesenen und P sltc ” (stete« Rothgarbmethoden ohne Lohe wieder aufgetaucht zu sein. — MittelstEisenoxydsalze können zweierlei Leder erzeugt werden: Die wässerigen Losung ^der neutralen Eisenoxydsalze geben ein Helles, gelbrothes, weingeistigeein rothgelbes, ätherische Lösungen (von Eisenchlorid) ein rein gelbes Leder,setzt man die Eisenoxydsalze vorher mit soviel Soda oder Potasche, daß dtesung dunkelroth wird, aber noch kein bleibender Niederschlag entsteht, st’ ”man dunklere, rothbraune Leder. Zn beiden Fällen geht die Garbung leich ^rasch von statten und ist sehr satt; beide Arten von Leder haben jedoch den üler, daß sie beim Trocknen stark einschrumpfen, stellenweise hart, dunkelfarbtg

Eisen- undChromoryd.