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Zweiter Band.
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Anhang; die Leimfiederei.

Sind die Blöcke nach der Dicke gespalten, so schneidet man sie der Lange nach,

wie oben naher angegeben,mit einer nassen, flachenKlinge durch und hebt dieeinzelnen Tafeln sofort miteinem breiten Messer ab, uwsie nebeneinander auf dieTcockennetze zu setzen.

Fig. 162.

Das Trocknen.

Die Trockennetze sind vonBindfaden und in Rahmenaufgespannt, um sie bequeinhandhaben und aufstellenz"

können. Gewöhnlich geschieht dies auf trockenen, luftigen Böden, die mit Fewstern und Laden versehen sind; dadurch ist aber auch das Trocknen eine ga»kvon dem Wetter und der Luft abhängige, höchst mißliche und einer Menge vo»Wechselfallen ausgesetzte Operation, welche eigentlich nur an den trockenengen der gemäßigten Jahreszeit Sicherheit des Erfolges gewahrt. Ist daster zu warm, so schmelzen die Tafeln oft auf den Netzen; ist es zu trocken,ziehen sich die Tafeln unregelmäßig zusammen, werden rissig und unansehnlich -eine ganz ähnliche Wirkung hat der Frost; die Gewitterluft führt oft, wen''die Tafeln noch frisch oder wenig abgetrocknet sind, eine rasche Zersetzung Hessbei; sehr feuchtes Wetter endlich oder Nebel veranlaßt gern Schimmel, derTafeln rauh macht und verdirbt. Es leuchtet ein, daß diese Zwischenfäll^welche es nothwendig machen, die Gallerte ganz oder theilweise umzuschnielz^mehr in der Einrichtung und Behandlung, als in der Natur der Sache liege"'Ein durch Heizung und Ventilation von dem Zustand der Luft möglichstabhängig gemachter Trockenraum dürste gute Dienste thun, besonders wen"man die Consistenz, bis zu welcher die Gallertlösung einzukochen ist, mehr derJahrszeit und Lufttemperatur anpaßt. Im Anfang müssen die Tafeln weissmals des Tages gewendet werden, theils damit sie weniger festkleben, theils J>®'mit sie gleichmäßiger trocknen. Zuletzt kommen sie meist noch in eine Ö e ^ e ’ äTrockenstube, weil sie durch bloßes Trocknen in der Luft nicht die gehörigeannehmen, und werden dann auf Schnüre aufgereiht. Um den fertige«fein mehr Glanz zu geben, pflegt man sie auch wohl mit lauem Wasser a ibürsten und nachzutrocknen, was dann in einen oder zwei Tagen geschehe»noch-n- Die gereinigten trockenen Knochen sind durchschnittlich aus % ihres ^l,il "' wichtes Phosphor- und kohlensaurem Kalk und V3 organische Substanz, ^sog. Knochenknorpel, zusammengesetzt. Die frischen Knochen, sowie ^sie durch Sammeln bekommt, enthalten viel Unreinigkeit, Blutbestandthe ^Feuchtigkeit und besonders Fett. Hängt man ein Stück gereinigten Knoche»^sehr verdünnte Salzsäure und läßt ihn damit bei der gewöhnlichenstehen, so löst die Salzsäure den erdigen Bestandtheil vollständig auf un ^terläßt den Knochenkorpel völlig unverändert in der ursprünglichen Gesta ,Knochens, als eine braune, durchscheinende, biegsame Ma'sse.^ Dieser Knverwandelt sich durch Kochen mit Wasser leicht und fast vollständig in Ga