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Zweiter Band.
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Lermfiederei; Knochenleim. 605

^it Hinterlassung einer sehr geringen Menge einer faserigen, weißlichen Masse.

. * es sind die Wände der in dem Knochen enthaltenen kleinen Gefäße, welcheLeben seine Ernährung vermitteln. Kocht man die Knochen unmittelbar mitPasser, so wird nur ein Theil des Knochenknorpels als Gallerte aufgelöst; bei00 o($ gehr dies schwierig und langsam vor sich, wenn man die Knochen nichtvrher fein zertheilt. Um diese kostspielige und umständliche Arbeit zu umge-pflegt man die Knochen unter höherem Druck als dem einfachen atmosphä-Nchen auszukochen.

Für die Praxis der Leimsi'eder sind natürlich lockere, schwammige oder^^ne Knochen denjenigen vorzuziehen, welche sich durch festes Gefüge und7 "'cke für Drechsler und Beinarbeiter eignen. Man verarbeitet daher von U%*am liebsten nnr die Abfalle, dann Rippen, Schultern, kurz platte und po-Knochen der größeren, und die Knochen der kleineren Thiere überhaupt,vorzüglich eignen sich die Schädelkxwchen und porösen Hornkerne deschlachtviehs. — Die Verarbeitung der Knochen geschieht theils mit gespann-*** Dampf, theils mittelst Säure, letzteres seltener.

Die Idee, die Knochen unter Dampfdruck auszukochen, ist zuerst von «»a-d-» »iia^ö^ührt, Ausführung von Darcet 1817 verbessert worden.ihm bringt man die gewaschenen, aber nicht zerkleinerten Knochen in einen^ aus Gewebe von Eisendraht, welcher in einen mit einem Deckel vecsehe-^eisernen Cylinder eingesetzt wird. Hierauf schließt man den Deckel undden Dampf aus einem besondern Dampfkessel durch ein am Boden ange-^^chtes Rohr eintreten. Ein dünner Wasserstrahl, durch ein Rohr in die Mitterjx ^Parates geleitet, bewirkt, daß der Dampf nicht bloß an der Periphe-ß .' sondern auch in der Mitte der Knochenmasse hinzieht und so gleichmä-3 sß C ""E. Die Temperatur des Dampfs soll 106° C. sein, entsprechendcher ~ cuc ® au f den Quadratzvll. Nach einigen Stunden, während wel-^ix «f* die gebildete Lösung öfter abgelassen wird, ist die Operation vorüber,djx ^allertlösung wird gerade st behandelt wie die aus Haut, nachdem mansteift Zerstäche sich ansammelnde Schichte Knochenfett abgenommen^ liefert 15Proc. der Knochen an Leim von schlechter Qualität und einen» stand, der noch viel organische Substanz enthält und deshalb noch gut zuo^dohle geeignet ist.

fd ü ^>0 Beobachtung von der Scheidung der Knochenbestandtheile durch Salz- aw,l« 8e e ebenfalls zuerst von Darcet und zwar im Jahre 1810 zur Grund- nmSii,m -emcc Industrie gemacht worden. Die Knochen werden gewaschen, gröblichher l' nect ' besonders die festeren und dickeren, und je nach den Umständen vor-Auskochen vom Fett befreit, oder auch nicht. Der Knorpel der aus-^tibi lochen widersteht nämlich nicht mehr so gut der nachfolgenden Be-mit Säure und giebt weniger Ausbeute. Diese besteht darin, daß manb»s G ° .^zsäure in einem Bottich mit 3% Theilen Wasser verdünnt, so daßbisi^^'sch fp eci |: von 1,04 oder einen Säuregehalt von 8y 2 Proc.

1% ' E Knochen hineinbringt und an einem kühlen Ort zur Digestion stehenwir^ Die Lösung der Knochenerde in Salzsäure ist schwerer als diese; die Ein-st wird daher sehr beschleunigt, wenn man die Knochen, etwa vermittelst