606 Anhang; die Leimsiederei.
Kn-ch.n. eines Korbes oder einer durchlöcherten Platte, nicht aus den Boden der Kufe,
®.Ä'un 9 sondern nur unter den Spiegel der Flüssigkeit bringt. Damit man ferner nicht°‘ m ' met)t Salzsäure braucht als nöthig und doch stets völlig ausgelaugte Knochenerhalt, ist es rathsam, wenn es der Umfang des Betriebs irgend gestattet, mitmehreren Säurebottichen zugleich nach einem methodischen Gang zu arbeiten-Man braucht alsdann nicht mehr käufliche Salzsäure als das gleiche Gewichtder Knochen und etwa zehn Tage Zeit. Je mehr Säure man übrigens amwendet und je höher die Temperatur, um so rascher die Auflösung, um so mehtwird aber auch der Knochenknorpel von der Säure angegriffen. Die reinenKnorpel sind von der sauren Knochenerdelösung durchdrungen, welche der Güttdes Leims schadet; sie müssen daher sorgfältig ausgewaschen, oder längere Ztllin fließendes Wasser gehängt werden. Gewöhnlich weicht man sie einen odetzwei Tage in schwache Kalkmilch, und wäscht sie dann in Wasser aus. DkaNwill gefunden haben, daß die so gereinigten Knorpel vor dem Versteden getrost*net werden müssen, wenn sie einen guteri Leim geben sollen, vermuthlichder anhängende Kalk bei dieser Gelegenheit Kohlensäure aufnimmt und unsdK 1 ^lief) wird. Das Versieben und Formen geschieht wie gewöhnlich, doch ist inW'zug auf das erstere daran zu erinnern, daß sich die Knochenknorpel weit leichtauflösen als das gewöhnliche Leimgut, selbst einige Grade unter der SiedkMso daß man ein Wassecbad anwenden kann. — Poröse Knochen, wie die H^kerne, sollen nach Erfahrungen im Großen (mittelst ihres gleichen Gewistst^Salzsäure) 20—26 Proc-, dichtere, feste Knochen nur 15—16 Proc. hellenvon der Güte und Bindekraft des besten Hautleims geben.
Der Rückstand. Die rückständige Flüssigkeit ist als Dünger oder zu Phosphor verwerthet'Wird sie mit Kalk gesättigt, so erhält man eine Auflösung von Chlorcalciu^
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Der Leimköuflichrr.
und einen Niederschlag, der sämmtliche Phosphorsäure enthält und geftosich bequem transportiren läßt.
Die Fabrikation des Knochenleims mit Saure ist trotz der Vortheilesie bietet, nicht so allgemein als man erwarten sollte; an Orten, wo die ^chen reichlich zu haben sind, ist die Salzsäure meist zu theuer. Dagegen istfabrikmäßige Gewinnung des Phosphors für Reibfeuerzeuge in der Regelder des Knochenleims durch Säuren verbunden.
Der käufliche Leim besteht im Wesentlichen aus dem gelatinirendenstandtheil, enthalt aber beträchtliche, obwohl wechselnde Mengen von in $5®löslichen, extraktiven Theilen, die meist Umwandlungsproducte jenes ersteren Iferner Phosphorsauren Kalk und andere Salze, nebst sonstigen fremden ® °>aus dem Leimgut, und Feuchtigkeit. Den nicht gelatinirenden Bestandst>verdankt der Leim seine mehr oder weniger hunkle Farbe und seine Eigen!Feuchtigkeit anzuziehen. Guter Leim besitzt diese nur in geringem Grade
wenn eine Sorte in feuchter Luft erweicht oder gar klebrig wird, so J”! „oef)Beweis, daß sie im Sud verdorben ist. Die dunkle Farbe des Leims ist jI ^etwas Zufälliges, nicht Wesentliches. Die hellfarbigen (farblosen) ® e,n **j (r (etwelche seit einiger Zeit häufig im Handel vorkommen, können auf 5Weise dargestellt werden- „
Die erste Art ist eine auf jede käufliche Leimsorte anwendbare Rein v