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Zweiter Band.
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Vegetabilische Gespinvstfasern. 613

der letzteren sind sehr spitz, und je zwei Zellen verbinden sich durch Aneinanber-legen der sehr spitzwinkligen Enden. Die Fasern des Flachses sind daher zwardurch Querwände, aber schräge und unter so spitzen Winkeln laufende Quer-wände in großen Abstanden geschieden, daß die Theilung durch das Mikroskopnicht auffallend, sondern sogar schwer wahrzunehmen ist. Flachsfasern erschei-Fig. 16b. nen daher wie Fig. 165, worin sie noch theilweise von den umge-benden Stoffen eingehüllt sind. Die Flachsfasern sind ferner so dick-wandig, daß sie nach dem Trocknen nicht platt werden oder einsin-ken, sondern nahebei ihre natürliche Gestalt behalten. Diese ist meistnicht wirklich walzenförmig, sondern wie Fig. 166 (400malige

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Vergrößerung) zeigt, durch gegenseitigenDruck etwas abgeplattet. Sie giebt zu-gleich die größere Wandstarke und außer-dem zu erkennen, daß die Wand der Faserstets aus mehreren Schichten besteht. Wasdie Stellung der Bastfaser betrifft, so istdarüber Folgendes zu bemerken: Wennman einen frischen Stengel schalt, so trenntman im Wesentlichen die Rinde vomHolz,und diese Trennung wird vermittelt durch die Zerreißung einerzartenZellenschichte zwischen beiden, der sogenannten Bildungs-schichte oder des Cambiums; das vomHolz getrennte, ist dieRinde mit dem Bast. Der Querschnitt der Rinde enthalt näm-lich und zwar mehr nach der inneren Seite zu, jeneFasern unter einander gleichlaufend zu einzelnen, schlich-ten Bündeln geordnet, die den Bast bilden. Der Bastist daher keine völlig zusammenhangende Hülle, sondernbesteht aus durch Zwischenraume getrennten flachenBündeln, welche ohne Verbindung untereinander zwi-. den Zellen der Rinde niedecsteigen, oder sich höchstens abwechselnd na-. 11 und wieder entfernen, so daß ein maschenartiges Gewebe entsteht. Nachviel verbreiteten Ansicht sind die Flachsfasern mit Knoten versehene, ge-federte Röhren und sollen sich dadurch von der Baumwolle unterscheiden.’ es ist jedoch nur bei Fasern von zugerichtetem Linnen, und dabei natürlichJ?* scheinbar der Fall. Wo nämlich die Faser stark gebogen oder gequetscht(3n' °*"stehen vermöge ihrer Dickwandigkeit künstliche Stauchungen. Fig. 167^"Omalige Vergrößerung) (f. die folgende Seite) sind solche Fasern von ge->n Leinen, wobei man zugleich sieht, wie sich ihre Wand durch Zerreißen

angssibern spaltet.

ist Durchmesser der einzelnen Flachssasern eines und desselben Bündels,h°chst ungleich; er ist bei einigen 3- bis 4mal größer, als bei andern,dürste im Mittel auf etwa 0,01 Pariser Linien angeschlagen werden,dx. ® ec gewöhnliche käufliche Flachs, wie er versponnen wird, besteht aust en oder weniger ungetheilten Bastbündeln, die Baumwolle aus isolir-

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der Alnchg-Hanffafer.