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Zweiter Band.
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Vegetabilische Gespimistfaseni. Flachs. 619

bewegliche Auskleidung, eine Act Rahmwerk von kleineren Dimensionen als die.Grube, welches den eingesetzten Flachs von allen Seiten in der Schwebe halt.Wo man in fließendem Wasser röstet, ist eine Einfriedigung der Röststelle mitPfählen ohnehin nothwendig, um das Fortschwimmen zu verhindern.

Bei den Wurzelenden der Stengel, die reicher an extractiven Theilensind, greift die Zersetzung leichter durch, als an den oberen Theilen; ebenso beidünneren Stengeln leichter als bei dickeren. Bei wagerechter Lage der Stengelund wenn sie gekreuzt und verworren liegen, ist die Eirculation des WassersUnd der Verlauf der Gahrung weniger gleichmäßig, als wenn die Stengelsenkrecht und schlicht eingesetzt werden. Diese Umstände, sowie die leichtereHandhabung überhaupt, schreiben eine gewisse Planmäßigkeit des Einsatzes vor.Wan bindet die Flachsstengel in etwa halbfuß- oder fußdicke Bündel, so daßdie Wurzelenden die Basis, die Saamenenden die Spitze bilden, und schnürtdiese nur so fest, daß das Wasser allenthalben leicht eindringen kann, die dün-Neren Stengel (sofern man diese nicht für sich röstet, was vorzuziehen ist)s^ster, die stärkeren lockerer, damit sie mehr gleichzeitig in die Gahre kommen.Diese Bündel werden nun aufrecht in eine Schichte neben einander eingesetzt, welcheU>an mit Stroh bedeckt und mit Rasen, Steinen, Brettern rc. beschwert, umsie unter Wasser zu erhalten. Wenn eine solche Anordnung auch die empfeh-ienswertheste ist, so finden sich doch zahlreiche Abweichungen; bald legt man&ie Stengel abwechselnd mit dem Wurzelende nach oben und wieder nach un-^n, um den Bündeln eine gleichere Dicke zu geben, bald bringt man die Bün-^l in beliebiger Lage, wie es der Zufall giebt unter Wasser. Die schon oben^wähnten Rahmen empfehlen ssich besonders durch die große Bequemlichkeitbeim Einsetzen. Dies kann nämlich dann auf dem Trocknen, also sorgfältiger8sschrhen, worauf man den ganzen Einsatz mit dem Rahmen unter Wasserb^senkt, und zwar am besten so, daß das Wasser etwa 1 Fuß darüber steht.

Die

dem

auflöslichen Stoffe gehen alsbald in das Wasser über, kommen so mitSauerstoff der aufgelösten und der an der Oberfläche befindlichen Luft in^kührung und unterliegen einer Oxydation, welche sofort eine allgemeine Zer-setzung^ rjm förmliche Fäulniß einleitet. Anfangs nimmt das Röstwaffer einesaure Beschaffenheit an, die in dem zweiten Stadium durch das Faulen der^'Estoffhnlligen Substanzen, unter reichlicher Entwickelung höchst stinkenderAast, einer ammoniakalischen Platz macht. Für die Gahre der^ Stengel ist dieE^ndigung dieses Stadiums keineswegs erforderlich, sie ist für die Güte desDachses sogar entschieden nachtheilig, weil eben in dem spateren Verlauf der^Ulniß dir Faser selbst unfehlbar ergriffen oder, wie man es nennt, durch^berröstung beschädigt wird. Besonders lehrreich für das Wesen dersind die Elementaranalysen, welche Kane mit den dahin gehörigen^°ducten aus einem ausgezeichneten Flachsdistrict Belgiens ausgeführt hat.

fand j

im:

WasserrSfie.