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Zweiter Band.
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620
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Sechste Gruppe. Bekleidungsgewerbe.

Da«

N v str n.

Wnfferröste.

Holziger

Ertract

Flachsstengel

Theil

des

Röstwaffers

Bei 100

C. getrocknet.

Kohlenstoff .

. . 38,72

50,34

30,69

Wasserstoff .

. . 7,33

7,33

4,24

Stickstoff . .

. . 0,56

0,24

2,24

Sauerstoff .

. . 48,39

40,52

20,82

Asche . . .

. . 5,00

1,57

42,01

100,00

100,00

100,00

Diese Zahlen geben eine bedeutende Abnahme des Stickstoffs und derAsche im Stengel, einen bedeutenden Gehalt an diesen Stoffen im Röstwasser,sie geben mit anderen Worten zu erkennen, daß das Nöstwaffer vorzugsweisedie Salze, sowie den Pstanzenleim und die eiweißartigen Stoffe im Stengelaufnimmt.

Der Punkt, wo Ueberröstung eintritt, und der Punkt, bei welchem dieFaser gehörig ablösbar ist, liegen einander so nahe, daß jeder selbst kurzeAufenthalt darüber hinaus möglichst zu vermeiden und das rechtzeitige Erken-nen der Gahre von größtem Belang ist. Sobald die Erscheinungen der Faul-niß eingetreten sind, untersucht man mittelst einer der folgenden Proben dieStengel an verschiedenen Stellen der Grube und nimmt sie sofort aus deMWasser, wenn die Merkmale der Gahre eingetreten sind. Man sieht dies, wen»sich der Bast vom nassen und vom trockenen Stengel leicht abstreifen läßt!wenn beim Biegen des Stengels um den Finger das Holz ohne nachzugebr"leicht bricht, eben so leicht von der Faser loslaßt und weiß erscheint; oder wen»sich der innere Holzkörper aus dem Bast herausziehen laßt, so daß der letztere wieeine Rohre stehen bleibt. Ein anderes Kennzeichen besteht darin, daß rna"das Wurzelende des Stengels gegen einen Finger als Widerlager anlehnt undihn, vermittelst eines auf einige Linien losgelösten Streifens Bast, wagerechtschwebend erhalt; alsdann muß der Stengel niedersinken und sich durchbloßes Gewicht vom Bast völlig loslösen. Noch Andere erkennen die Kah^daran, daß einige zu einem Knoten verschlungene Stengel im Wasser unteregehen.

In einer gewissen Periode werden die Bündel durch das entwickelte, denStengeln anhangende Gas gehoben und müssen durch vermehrte BelastustSunter Wasser erhalten werden. Zu dieser Zeit ist es besonders dringlich, st ^mittelst einer der beschriebenen Proben von Stunde zu Stunde von dem ^tritt der Gahre zu versichern. Sie erfolgt je nach der Gunst oder UngunstUmstände und des Wetters in weniger als einer, oft erst nach mehrWochen. Nach eingetretener Gahre nimmt man den Flachs aus der Roj 'spuhlt ihn in frischem Wasser ab, breitet ihn in der Sonne aus und stellt lh '