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Zweiter Band.
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Thierische Gespinnstfasern. Seide. 637

cvns gelbgesärbten, ebenfalls durchsichtigen, mehr oder weniger zerrissenen, kleben-Ng. 17 g. den Ueberzug versehen. Bei ver-

arbeiteter Seide ist das Gummiin den meisten Fallen künstlichentfernt, die Faden erscheinen dannunter dem Mikroskop einzeln, glattund nackt, wie in Fig. 176, c.

Der einzelne Faden ist von nahegleichbleibender Dicke und die An-schwellungen, die man zuweilensteht,, rühren meist von Quet-schungen k. her. — Ein frischer Cocon wiegt beiläufig 2 Gramm, zuweilen"was mehr, zuweilen etwas weniger, trocknet aber wahrend der Aufbewah-rung bedeutend ein; es gehen daher frische ungefähr 500, trockene 1200 bis1600 Stück auf 1 Kilogr. Bei frischen Cocons betragt die Seidenhülle den -»-schaff,n,„ikOchsten, bei ganz trockenen den dritten Theil bis die Hälfte des Gewichts.

Die Ausbeute an Cocons wird sehr abweichend angegeben, nämlich von 17 bis45 Kilogr., im Mittel 27 Kilogr. von 10 Grammen Eiern. Der abspinnbare^-heil der Faser ist ein Faden, dessen Lange 270—750, selbst 900 Meter betragt2ud von so großer Feinheit, daß 2500 bis 3600 Meter aus 1 Gramm, oder 80150 Faden nebeneinander auf den Raum von 1 Linie gehen. Am meisteni"chnet er sich durch seine Elasticität und Festigkeit aus, denn er läßt sich umbis >/z seiner natürlichen Lange ausdehnen, bevor er reißt, und das zumZerreißen erforderliche Gewicht ist, aus 1 Millimeter Querschnitt berechnet, 43

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°gr. Für gleiche Dicke entspricht dies einer Festigkeit, welche dreimal größer

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' als die des Flachsfadens, und nur dreimal kleiner als vom besten Eisendraht.

Was die chemischen Eigenschaften anbelangt, so sind diese für die eigent-^ Faser und für die äußere umhüllende Substanz oder das Gummi gänzlich^schieden. — Die reine Faser ist bei Seide jeder Sorte farblos, glasartig^sichtig, in Wasser, Alkohol, Aether, verdünnten Sauren und Alkalien weder^ ket Kalte noch in der Warme auflöslich. Concentrirte Säuren und starke-saugen lösen die Seidenfaser unter mehr oder weniger eingreifender Zer-"8 auf. Salpetersäure scheint besonders stark zu wirken, denn schon beGehalt von 40 — 50 Proc. Wasser zersetzt sie die Faser vollständig. In^ 8 klnz reinen Faser fand Mulder 49,4 Kohlenstoff, 6,5 Wasserstoff, 17,6ej^. stoff, 26,2 Sauerstoff und 0,3 Asche; diese Zusammensetzung nähert sichst !?°tmaßen derjenigen der gereinigten Haare und des Horns, weicht aber ebent ®* e die Eigenschaften von derjenigen der bekannten sogen. Proteinstoffec ‘ n ' Eiweiß, Leim rc.) ab. — Wird rohe Seide mit destillirtem Wasser aus-

Ehemischks

Verhalten.

ß. so giebt das Wasser noch nach tagelangem Auskochen eine Fällung mit^,5"äpftlsäure; das Wasser nimmt Eiweiß und thierische Gallerte von^ den ge-Eigenschaften auf und wird dabei anfangs trüb, blecht spater klar.Alkohol entzieht der so behandelten Seide Spuren von emem flucht,-r* Del von angenehmem Geruch, ferner Wachs, Harz. und einen fetten Kor-' "ne andere Art Fett und Harz erhält man durch darauffolgende Behand-