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Sechste Gruppe. Bekleidungsgewerbe.
Di, S,u>°. lung mit Aether. Die so erschöpfte Seide giebt noch einen stickstoffhaltigenDmn-sch-i Körper an Essigsaure ab, wahrscheinlich Eiweiß, welches bei der Gerinnung ander Faser hasten blieb. Alle genannten Stoffe finden sich in jeder Art Seide,die gelbe Seide unterscheidet sich lediglich durch eine kleine Menge eines gelbenharzartigen Farbestoffs, der sich in Alkohol auflöst, von starkem veilchenartigenGeruch und in Masse von braunrother Farbe ist. Er bleicht sich im Sonnen-licht leicht (als Auflösung) und wird von Alkalien wenig, aber rasch und voll-ständig von kochendem Seifenwasser gelöst. Mulder, der die rohe *) Seidemit Zugrundlegung des vorstehenden Verhaltens untersuchte, fand in lOOTHln.
gelber neapolitanischer weißer levantischer
Gallerte (Leim) .... 20,7 . . . 19,1
Eiweiß. 24,4 . . . 25,5
Wachs. 1,4 1,1
Fett und Harz. .... 0,1 . 0,3
Farbstoff. 0,05 ... —
Reine Seidenfasersubstanz . 53,4 . . . 54,0
Es wäre von großem Interesse, die Seidensubstanz, sowie sie in den Spinn-organen enthalten ist, naher kennen zu lernen, wie einige von H. Ludwig da,mit angestellte Beobachtungen beweisen, wenn diese sich anders bestätigen. DieSpinnschlauche von reifen, im Einspinnen begriffenen Raupen färben kaltes Wasser,worin sie sich sonst nicht verändern, gelb, lösen sich dagegen in heißem Wasserbis auf die Membrane des Schlauchs vollständig auf. Die so erhaltene Sei-denlösung besitzt keine Reaction, schäumt, aber gerinnt selbst beim Sieden nichtund hinterläßt nach dem Eintrocknen und Verbrennen wenig Asche. Sie wirdvon tropfenweise zugesetzter verdünnter Saure (Essig-, Schwefelsaure rc.) gefallt,bleibt dagegen klar bei einem Ueberschuß der letztem. Eoncentrirte Salzsäureund Gärbsäure bringen in der Seidenlösung dieselben Reactionen wie auf dirsogenannten. Proteinkörper hervor. Aetzsublimat, Alaun, Kalkwasser und Silber-lösung geben damit keine Niederschlage. Die Lösung der Seidensubstanz iuheißem Wasser erstarrt nach 36 Stunden zu einer Gallerte; ein Tropfen derLösung an einem Glasstab herausgenommen, erstarrt beim Herabfallen undstürmt sich theilweise zu einem Faden aus.
Durchbiff,n- Wenn die Puppe einen Zeitraum von etwa 3 Wochen durchlebt hat, f c5won< ' verwandelt sie sich in den Schmetterling, der, um sich einen Ausweg aus dewCocon zu bahnen, eine eigenthümliche Flüssigkeit absondert; diese erweicht b>eStelle der Wandung worauf sie niederfallt so sehr, daß der Schmetterlingselbst sich leicht eine Oeffnung zum Auskricchen bahnen kann. Es scheint, daßFlüssigkeit nicht nur den Ueberzug der Faden, sondern auch die eigentlichedenfaser auflöst oder doch erweicht. Die Ränder der Oeffnung solcher "due ^gebissener Cocons« sehen sehr beschmutzt und mißfarbig aus. Aus beiden Gru"
*) Mulder giebt nicht bestimmt an, ob die von ihm untersuchten Proben s4^abgehaspelt waren oder nicht. In ersterem, dem wahrscheinlicheren Fall,denselben schon ein Theil der Gummi-Bestandtheile durch heißes Wasser entz°8