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Stamnikern C 18 H 6 : Stickstoffkern C 18 NH 5 .
7. Durch rauchende Salpetersäure wird Chinolin langsam ange-griffen (so dafs nach fnnaligem Zurückgiefsen der abdestiliirten SäureKali noch das meiste Chinolin unverändert abscheidet), endlich bei gros-sem Ueberschuss in braune, bittere, warm fadenziehende, nach deinErkalten spröde Harzmasse verwandelt, die sich leicht in Kali löst,aber keine Pikrinsäure ist. Hofmann. Erstarrt mit rauchender Salpe-tersäure unter heftiger Einwirkung zur prächtigen Krystallmasse, ohneZersetzungsproducte zu bilden. Gr. Williams.
8. Chinolin entzündet sicli in Berührung mit trockner Chrom-säure augenblicklich. Es wird durch wässrige Chromsäure verharzt.Hofmann. (Vergl. VI, 606)
9. Uebermanff ansaures Kali zerlegt Chinolin iu Oxalsäure undAmmoniak. Hofmann.
10. Kalium löst sich in Chinolin unter Wasserstoffentwicklung,ohne Färbung zu erzeugen. Beim Schmelzen von Kalium in Chino-lindampf entsteht Cyankalium. Leitet man Chinolindämpfe über ver-kohlten Weinstein, so geht das meiste unzersetzt Uber unter Bil-dung von wenig Cyankalium. Hofmann.
11. Beim Ueberleiten Uber glühenden Aelzkalk, Hofmann, undüber glühendes Kalk-Natronhydrat , Bromeis, wird Chinolin nichtoder nur sehr unvollständig zersetzt.
12. Mit lodformafer im verschlossenen Rohr 10 Minuten langauf 100° erhitzt, wird Chinolin in Krystalle von Hydriod-Formechinolinverwandelt. — Ebenso wird es von Jodvinafer in Hydriod-Vinechi-nolin, von Iodmylafer in Hydriod-Mylechinolin verwandelt. Williams.
13. Chinolin erwärmt sich beim Zusammenbringen mit Schwe-felformester (entwickelt zuweilen Holzäther- und Holzgeistdampf),und bildet, nachdem die völlige Vereinigung durch Erwärmen unter-stützt ist, in Wasser lösliche Flüssigkeit, die, wenn überschüssigerSchwefelformester angewendet ivar, einzelne Krystalle absetzt. DieFlüssigkeit wird durch Kali oder Baryt getrübt, scheidet rot he,dann grün und endlich violett werdende Oeltropfen ab, die beim Er-wärmen unter Auftreten coudensirbarer, sehr scharf und heftig rie-chender Dämpfe in schön violettes Harz—Methyl-Irisin übergeheu. Da-bei entsteht noch ein braunes Harz und methylschwefelsaures Salz.Ebenso bildet Chinolin, mit Schwefelvinester zum Kochen erhitzt,farblose Flüssigkeit, die beim Kochen mit starker Kalilauge violettes,in Aether unlösliches Harz — Aethyl-Irisin und braunes in Aether lös-liches Harz abscheidet, während weinschwefelsaures Salz gelöst bleibtund scharfes, neutrales, im Wasser untersinkendes Del übergeht,das, wenn es sogleich mit Platinchlorid versetzt wird, schöne Nadelnliefert, aber sich bald verändert, v. Babo.
14. Chloracetyl wirkt heftig auf Chinolin und bildet krystallische,sehr zerfliefsliche Masse. Williams.
15. Mit Anilocyansäure zusammeugebracht erstarrt Chinolinzur Krystallmasse von Carbanilid-Carbchinolin. Hofmann.
Verbindungen. Mit Wasser. — a. Einfuch gewässertes Chino-lin. — Man erhitzt hei 0° mit Wasser gesättigtes Chinolin auf 100 ,