Band 
Erster Theil.
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Allgemeine Geschichte der Chemie-

N^umann. (Kochsalz, Weinstein, Salmiak und Ameisen. Nach seinem Tode wurdenseine Vorlesungen in mehreren Sammlungen (pranlectiones cl>/micae1740, Lil^min Madien clogmLtico-oxpei-imaiuolis u. a.) herausgegeben,auch in's Holländische und mit Zufügung seiner anderen chemischen Ab-handlungen in die englische und französische Sprache übersetzt.

eil,«. Einen Genossen Neumann's nennt uns noch die damalige Zeit

als einen ausgezeichneten Chemiker, wenn wir auch jetzt nur sehr selten andas frühere Ansehen desselben erinnert werden. Es war diesJohann Theo-dor Eller, geboren zu Plötzkau in Anhalt-Bernburg 1689. Einer sehrbegüterten Familie angehörend, erhielt Eller eine vorzügliche Erziehung;er studirte zu Quedlinburg und Jena Jurisprudenz, dann aber mit vielemErfolg Medicin und Naturwissenschaften. Diese letzteren Studien setzte erin Halle, Leyden und Amsterdam fort; ebenso spater in Paris, wo er sichnamentlich in der Chemie durch den belehrenden Umgang mit Lemery,Homberg und anderen damals bedeutenden Chemikern ausbildete. VonParis aus ging er nach London, wo er gleichermaßen den berühmterenAerzten und Naturforschern bekannt wurde. Nach seiner Zurückkunft nachDeutschland wurde er 1721 zum Anhalt-Bernburgischen Leibarzt ernannt;1724 aber schon berief ihn der König von Preußen als Professor der Anato-mie nach Berlin. Spater wurde er zum ersten Leibarzt und 1752 vonFriedrich dem Großen zum Geheimen-Rath ernannt; in demselben Jahrewurde er Director der physikalischen Classe bei der Berliner Akademie. Erstarb 1760.

ehmusch^«,-,»- Eller nützte der Chemie weit mehr mittelbar — indem durch seinenEinfluß und seine Vorliebe für unsere Wissenschaft die Anstalten zur Ver-breitung und Förderung derselben amtlich mehr unterstützt wurden — alsdaß er durch eigene bedeutende Arbeiten den Kreis der chemischen Erfahrun-gen erweitert hätte. Für den Geist seines Zeitalters ist die Ueberzeugung be-zeichnend, welche er über die Umwandlung des Wassers in Luft sowohlals in Erde aussprach (beide Umsetzungen glaubte er durch Versuche nach-gewiesen zu haben), ebenso seine Ansichten über die Erzeugung der Metalleund anderer verwandter Stoffe, die einen Beleg dafür abgeben, eine wieausgedehnte Anwendung man damals schon von dem Begriff des Phlogi-stons machte, indem jede anscheinend beobachtete Veränderung willkürlichaus der Aenderung dieses hypothetischen Grundstoffs erklärt wurde. Einige