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Allgemeine Geschichte der Chemie.
G,,y,°n i>« stets nur von Einigen getheilte, Eonvenienz möglich war. An die wenigen^'""U,'^E'"-Fälle der bisherigen Nomenclatur, wo der Name schon eine Andeutung deschemischen Verhaltens in sich schloß, lehnte Guyton 1782 seinen erstenVersuch an, durch die Benennung einer Substanz gleich ihre chemische Zu-sammensetzung auszudrücken, so daß, wenn diese bekannt ist, auch dieBenennung zugleich gegeben erscheint. Dieser erste Versuch wurde zu einerZeit publicirt, wo sein Urheber noch der phlogistischen Theorie anhing; ererfuhr kräftigen Widerspruch; er war allerdings unvollkommen, aber erhatte doch schon das Princip zur Grundlage, welches noch jetzt bei derBenennung chemischer Verbindungen leitet. Mehr als die anderen Chemikerempfand der Begründer des antiphlogistischen Systems das Bedürfniß einerneuen chemischen Nomenclatur; war bis zu seiner Zeit die bisherige Be-nennungsmethode verwirrend und unbequem gewesen, so wurde sie ganzunzureichend, als Lavvisier die Erklärung des chemischen Processes, dieBetrachtung aller einzelnen Thatsachen unter allgemeineren Gesichtspunktensystematisch durchzuführen suchte. In der Ausbildung des von Guytongemachten Vorschlages zeigte sich das Mittel, die Nomenclatur mit denFortschritten der chemischen Erkenntniß in Einklang zu bringen; zu einemvollkommeneren Resultate bildete sich dieser Vorschlag aus, als Guyton1787 mit Lavoisier, Berthollet und Fourcroy in Verbindungtrat; die Frucht ihrer gemeinschaftlichen Bemühungen wurde noch in diesemJahre veröffentlicht, und eine Nomenclatur aufgestellt und von den Anhän-gern des antiphlogistischen Systems in Anwendung gebracht, welche Kürze mitWohlklang, mit dem Wortlaute die Angabe der chemischen Zusammensetzungverband. In der Methode, die als unzerlegbar erkannten Substanzendurch einfache Namen zu bezeichnen und daraus für die VerbindungenBenennungen abzuleiten, welche die Beschaffenheit und wohl auch dasquantitative Verhältniß im Allgemeinen der sie bildenden Elemente anzeigen— darin lag einzig die Möglichkeit, das Gedächtniß durch den Nameneiner Substanz auch an ihr chemisches Verhalten zu erinnern.
Guyton deMorveau's chemische Nomenclatur (an deren vollen-deter Aufstellung zwar sicher seine Mitarbeiter, und namentlich Lav visier,vielen Antheil haben, deren hauptsächlichstes Princip sich aber durch seinefrüheren Vorschläge als sein unbestreitbares Eigenthum auswcis't) wurdebald, des steten Widerspruchs der noch übrigen Anhänger des ältern Sy-stems ungeachtet, zu der herrschenden; die neue Generation, welche sich von