Band 
Vierter Theil.
Seite
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Geschichte der einzelnen Erden.

AI-»«,Schwefelsäure in dem Alaun verbunden sei. Man fand diese Basis iden-tisch mit einem Hauptbestandtheil der Erdarten, welche ihrer plastischenEigenschaften wegen schon lange zur Töpferei benutzt worden waren.

^A-nnmin/R-'-' -^Biel Verwirrung herrscht in den Angaben, welche die Alten unsd-ns.ib-u. die Substanz hinterlassen haben, die von den Griechen als üruirr^-

yf«, von den Römern als ol»men bezeichnet wurde. Sicher ist, daß unterdiesen Namen ganz verschiedenartige Substanzen zusammengefaßt wurden,welchen ein styptischer Geschmack gemeinsam ist. Die vollständigsten An-gaben sind uns zudem von Männern des Alterthums zugekommen, welcheschwerlich aus Autopsie kannten, was sie niederschrieben, und so wird dierichtige Deutung ihrer Aussagen noch mehr erschwert.^/

Die Substanz, welche als bezeichnet wurde, war bereits

schon vor dem 5. Jahrhundert v. Chr. bekannt; bei Herodot findet sichdieselbe erwähnt. Dioskorides giebt im 1. Jahrhundert nach Chr. vonder 6rv7rr^(,,'oc an, sie komme vor in den Bergwerken Aegyptens, aberauch auf Melos (Milo), den Liparen, Sardinien, in Macedonien, Phry-gien, Afrika, Armenien und anderen Gegenden. (Zu beachten ist, daßDioskorides stets von der als einer natürlich vorkommen-

den Substanz spricht, nicht als von einer durch Kunst darzustellenden.)Es gebe verschiedene Arten, zum Arzneigebrauch dienen die

(spaltbare, schiefrige), (abgerundete, stangensörmige,

stalaktitische), und (feuchte). Am besten sei die spaltbare; sie sei

sehr weiß und hin und wieder in haarförmige Auswüchse übergehend, wiedie, welche (haarförmig, Haarsalz?) heiße, und aus Aegypken

komme. Die zweite Art (6rverr^yi« sei

(blasig oder traubig). Aus der kurzen Beschreibung der dritten Art läßtsich schließen, daß sie, obwohl als üruerr^yt« bezeichnet, doch festwar, nur feucht anzufühlen. — Hinsichtlich der chemischen Eigenschaftendieser Substanzen wird von Dioskorides nichts Erhebliches gemeldet.

^Plinius unterscheidet gleichfalls mehrere Arten ol>,»ion. In Cv-pern komme weißes und schwarzes vor; jenes diene bei dem Färben derWolle mit hellen Farben, dieses bei dem Färben mit dunklen. Auch dasGold werde mit schwarzem :il»moii gereinigt (vermuthlich in der Opera-tion, wie sie Theil II, Seite 3!t angegeben wurde). Es entstehe durchAuswittern aus dem Gestein (6t n,»ne ox agus limogno, 6no «>«t, tor-rse exsuliauti« uatnra). Was bei Dioskorides