Band 
Vierter Theil.
Seite
57
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Alaunerde.

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heißt, wird bei Plinius alume» liguidnm genannt, und davon einslnmau spl8!>,im unterschieden^Ob das erstere verfälscht sei, erkenne manmit dem Safte des Granatapfels; das achte Alumen färbe sich damitschwarz (vergl. Theil II, Seite 51). Auch das alumen «pis-mm werdedurch Gallapfel gefärbt (alteruin ALNUS cr>t pallidae et seabrae nsturse,et guoä iniicitiii- ^alls). Die spaltbare Varietät des alumen nenntPlinius alumen sclnston, und er erwähnt gleichfalls, daß sich an ihmjenes Haarsalz, die triciüti», bilde. Es entstehe diese Art von Alaun, in-dem aus einem metallhaltigen Mineral (denn das ist wohl clialciti«) et-was ausschwitze und fest werde (llt e lapicle gucxl et clialcitin vocsnt:ut «it suclnr guidam ejn« lapidis in «pnmsm cuaAulatus). Weiter seieine Abart des alumen diejenige, welche «tronA^Ie genannt werde. Vondieser sei zu verwerfen, was sich leicht vollständig in Wasser löse. Besse-res alumen dieser Art werde auf Kohlen entwässert (enguitur pee se car-Ironilius puris, donec cinis liat).

Anwendung des Alauns fand — außer in der Medicin, wo er haupt-sächlich als adstringirendes Mittel gebraucht wurde — vorzüglich zurBearbeitung der Häute und der Wolle Statt. Noch erzählt Gellius,in dem Kriege zwischen Mithridates und den Römern (um 87 vor Chr.)habe Arche laus, ein General des ersteren, einen hölzernen Thurmfeuerfest gemacht, indem er ihn mit alumen überstrichen habe.

Die vorhergehenden Angaben über die oder das alumen

lassen sich nicht wohl auf eine bestimmte einzelne chemische Verbindungbeziehen. Sie scheinen bald auf Alaunstein oder Alaunschiefer mit ausge-wittertem Alaun oder einer Mischung aus Alaun und Eisenvitriol (Feder-salz oder Haarsalz — Mineralien, deren Mischung ebenso unbestimmt zusein scheint wie die des alunien der Alten) gegangen zu sein, bald auf un-reinen Eisenvitriol. Für die Annahme, daß manches alumen der Altenmit dem Alaun nahe übereinstimmt, kann man vielleicht darin Grundfinden, daß als Orte, woher das alumen kam, Milo und die liparischenInseln genannt werden, wo der Alaunstein mit ausgewittertem Alaunhäufig vorkommt. Viel alumen der Alten war aber auch gewiß unreiner,natürlich gebildeter und in stalaktitenförmigen oder traubigen Inkrusta-tionen vorkommender Eisenvitriol, wie denn wohl alles alumen eisenhaltigwar, und der zusammenziehende Geschmack nach Eisenvitriol als Kennzei-chen für den Gehalt an alumen betrachtet worden zu sein scheint. So