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Geschichte der einzelnen Erden.
bezeichneten die Alten die eisenhaltigen Wasser als agoos almniiioss« (vgl.«ms.lb-n. Theil II, Seite 52). Diese Benennung gab Anlaß, daß man noch langeZeit hindurch das Vorkommen von Alaun in Mineralwässern für etwassehr Gewöhnliches hielt; erst Fr. Hoffmann widerlegte diesen Irrthum.
Ueber die Benennung alumen ist noch anzuführen, daß sie nach Jsi-dorus von der Anwendung dieser Substanz zum Farben hergenommenist; Blumen vncstor u Irunioe, gnnil luiueii ooloribo« prsestst tin^en-<Ii->. (Schwerlich laßt sich aus dieser Angabe mehr entnehmen, als daß et-was Alaunartiges im 7. Jahrhundert zum Farben gebraucht wurde, vgl.die Geschichte der Farbstoffe in diesem Theil.)
Die Zubereitung des reineren, noch jetzt so genannten, Alauns stammtwahrscheinlich aus dem Orient, und bei den arabischen Schriftstellern fin-den wir über diesen Körper zuerst bestimmtere Nachricht. Aber auch beidiesen herrscht einige Verwirrung, sofern diejenigen, welche als Aerzte überden Alaun schreiben, alle ihre Angaben mit den Aussagen des Diosko-rides über dessen unreine in Zusammenhang bringen. Von
dem Einfluß dieser Autorität war Geber freier, der den heutigen Alaungut gekannt zu haben scheint. Er spricht von einem Eisalaun, welcheraus Roccha komme. Städte dieses Namens gab es mehrere in der Nähedes Euphrats, wahrscheinlich ist es, daß derjenige Ort, von wo zu jenerZeit Alaun kam, mit dem identisch ist, der gewöhnliche Edessa heißt, aberselbst in neuerer Zeit noch manchmal als Roccha bezeichnet wird. Denvon dort kommenden Alaun lehrt Geber durch Umkrystallistren reinigen,und auch gebrannten Alaun darstellen; ^I„,»ei> in v»8e terrev cogna-t,ir guoosgoe Inimillits« evanuerit, ot inveaies »lomen album «pon-Aiosuni, leve et prsepsratui» pro siiblimstlonilms et alils rliverzis ope-rilius, ist die Vorschrift, die er zur Bereitung des letzteren Präparates inseiner Schrift <Ie investi^atione msgisterü giebt. Er spricht hier auchnoch von mehreren anderen Sorten Alaun, indem er angiebt, alumen3», neu! und simiien plo,no«r»o würden wie das alomen glscisle zube-reitet. — Alle abendländischen Alchemisten nach Geber kennen den Alaungleichfalls; er wird hier gewöhnlich, zur bestimmten Unterscheidung vonden Vitriolen, als alumen cle rocc» oder rnccoe bezeichnet, welche Be-nennung spater in der Art verdreht wurde, daß die Franzosen für jedenreinen Alaun den Ausdruck sluo clo roo.in: gebrauchten.
Die Fabrication des Alauns breitete sich von dem 13. Jahrhundert