Alaunerde.
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Theil Ammoniakalaun sein- Noch Kunkel, in seinem I^sliorgtorium rechnn u»,rctiymicmm (1716 veröffentlicht), sagt ausdrücklich, in dem Alaun sei «>»»„«,flüchtiges Laugensalz enthalten, und Fr. Hoffmann erklärt in seinerSammlung obr>ervationuii> pii^sioo - t,'I>vinieariii» solectioriiin (1722)die Behauptung früherer Schriftsteller, aus dem Weinstein lasse sich durchDestillation bei Zusatz von Alaun ein flüchtiges Salz gewinnen, durch dieAnnahme, man habe hier Alaun angewandt, bei dessen Bereitung Urinzugesetzt worden sei, und das flüchtige Salz stamme also nicht aus demWeinstein, sondern aus dem Alaun. Hoffmann berichtet auch, mansetze statt des Urins Pottasche zu, und giebt für die Nothwendigkeit desZusatzes eine Erklärung, welche bis gegen das Ende des vorigen Jahr-hunderts angenommen blieb. Merkwürdig sei es, sagt er in der eben an-geführten Schrift, daß die rohe Alaunlauge nicht zum Krystallisiren zubringen sei, wenn man nicht Pottasche oder ein anderes Alkali zusetze.
Das sei deshalb nothwendig, weil die rohe Lauge zu sauer und auch miteiner schwefligen und fetten Substanz beladen sei, die das Krystallisirenhindere; der Zusatz von Alkali neutralisire die überschüssige Saure undabsorbire die fette schweflige Beimischung. Doch glaubte damals kein Che-miker, daß Alkali als ein nothwendiger Bestandtheil in die Zusammen-setzung des Alauns eingehe; die vielen oben angeführten Erfahrungen, woman aus bloßem Thon durch Schwefelsäure Alaun erhalten hatte, spra-chen dagegen, ebenso wie spater diese Erfahrungen zu Anhaltspunkten fürdie Erkenntniß wurden, daß das Kali im Mineralreich viel häufiger ver-breitet ist, als man es lange geglaubt hatte. — Macggraf bemerkte1754, daß die Erde, welche er aus dem Alaun mittelst Alkali's gefälltund durch langes Auswaschen gereinigt hatte, mit Schwefelsaure keinenAlaun gab, außer wenn auch noch Alkali zugesetzt wurde; er erklärte diesgleichfalls so, die überschüssige Schwefelsäure müsse durch das Alkali weg-genommen werden. — Bergman publicirte 1767 eine Abhandlung überdie Läuterung des Alauns, wonach er sogar den Zusatz von Alkali zurRohlauge als schädlich verwirft; man beabsichtige damit nur die überflüs-sige Säure zu sättigen, eine gewisse Fettigkeit wegzunehmen, und das Vi-triolischc abzusondern, aber das Alkali schlage auch einen Theil der Alaun-erde nieder, und verringere so die Ausbeute. Er schlug vor, statt des Al-kali's reinen Thon zuzusetzen. — Daß eine überschüssige Vitriolsäure nichtdie Ursache davon sein könne, daß die Rohlauge nur selten kryflallisirten