Band 
Vierter Theil.
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Geschichte der einzelnen Erden.

An»»»« üb,,«,»Alaun qiebt, zeiqte Enqeström 1774, aber auch er erkannte noch nicht,

Alkali,,dal, »,« ,

A>au„«. daß in dem Alaun nothwendig Alkali enthalten ist. Gegen Engestromvertheidigte Bergman 1776 die ältere Ansicht. UebrigcnS wußten Berg-man und Scheele zu jener Zeit recht gut, daß der meiste Alaun Alkaliin sich enthalt, aber sie betrachteten dieses als eine Verunreinigung. —Aus Marggraf's Erfahrung, daß die reine Alaunerde erst dann mitSchwefelsaure Alaun bilde, wenn noch Alkali hinzukomme, schloß zuerstLavoisier (bei Gelegenheit der Analyse einiger italienischer Mineralwas-ser, welche in den Pariser Memoiren für 1777 veröffentlicht wurde),daß die Basis des Alauns keine einfache Erde sei, sondern Alaunerde miteinem Drittheil oder der Hälfte ihres Gewichts von fixem Alkali verbun-den. Diese Ansicht fand jedoch keinen Anklang bei den Chemikern; sowird noch in Fourcroy's Illlementn ci'Illstoir« „strirelle ot ,1« cbimie(1793) der Alaun als reine schwefelsaure Thonerde angeführt. Ueberzeu-gend bewiesen seinen wesentlichen Gehalt an Alkali erst Chaptal undVauquelin 1797; der letztere erkannte auch, daß sich darin schwefel-saures Kali und schwefelsaures Ammoniak vertreten können, und gab an,daß man die Bildung von Alaun aus thonerdehaltigen Mineralien mitSchwefelsaure als ein Anzeichen eines Kaligehalts der ersteren betrachtenkönne.

Daß eine Alaunlösung bei Zusatz alkalischer Substanzen würfelför-mige Krystalle giebt, entdeckte Sieffert 1772 (er kochte Alaun mitKalk).

Längere Zeit glaubte man, das schwefelsaure Natron könne nicht mitschwefelsaurer Thonerde eine alaunartige Verbindung bilden, bis Zöll-ner in Pleß 1816 die Existenz des Natronalauns darthat,

Pyr-ph-r. Von dem Alaun leitete sich die Darstellung des Pyrophors ab, eines

Präparates, welches in früherer Zeit die Chemiker vielfach beschäftigte.Wir wollen seine Geschichte hier einschalten.

Schon Boyle spricht in seinen Observatinn« on lire aerial nocti->„ca (1680) von einem Körper, der trocken, hart und pulverisirbar sei, wel-cher aber bei Contact mit der Luft in kurzer Zeit sich stark erhitze und sogareinige Feuererscheinungen zeigen könne. Doch giebt er über die Zuberei-tung und die Bestandtheile dieses Körpers nichts Genaueres an. — DieDarstellung des Pyrophors beschrieb zuerst Homberg 1711, nachdem