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Geschichte der einzelnen Erden.
Zirkonird,. und als Bestandtheile Kieselerde, Bittererde, Kalkerde und Eisen zu fin-den geglaubt. Klaproth zeigte 1789, daß der Zirkon außer Kieselerdeund sehr wenig Eisenoxyd hauptsächlich aus einer neuen Erde bestehe,welche er Zirkonerde nannte, und deren chemische Eigenschaften er genauerbeschrieb. 1795 wies Klaproth diese Erde auch als einen Bestandtheildes Hyacinths von Ceilon nach, und zeigte, daß diese beiden bisher meistfür verschieden gehaltenen Mineralien einerlei Zusammensetzung haben.(Werner hakte indeß bereits den Zirkon als identisch mit dem Hyacinthbetrachtet, Bergman und Achard aber hatten als Bestandtheile desletzteren Thonerde, Kieselerde, Kalkerde und Eisen angegeben.) Klap-roth's Entdeckung wurde i797 durch Guyton de Morveau unddurch Vauquelin bestätigt, welche namentlich die französischen Hyacin-then mit denen von Ceilon gleich zusammengesetzt fanden, und die darinenthaltene eigenthümliche Erde weiter untersuchten.
dii.r.rd,. Die Vttererde entdeckte Johann Gadolin, Professor der Chemiezu Abo, 1794 in dem nach ihm benannten, 1788 zu Uttecby in Schwedenaufgefundenen, Mineral. Er veröffentlichte in den Abhandlungen der schwedi-schen Akademie für 1794 eine Zerlegung dieses Minerals, und hielt einen Be-standtheil desselben für eine neue eigenthümliche Erde. Diese Entdeckung wurde1797 durch Ekeb erg bestätigt, welcher der neuen Erde die noch gebräuch-liche Bezeichnung beilegte, und 1800 durch Klaproth und durch Vau-quelin. Die neueren Untersuchungen darüber, daß, was man früher alsreine Vttererde betrachtete, ein Gemenge verschiedener Körper ist, sindbekannt.
B-ryll-rd,. Die Beryllerde wurde 1798 durch Vauquelin in dem Beryll ent-deckt; bis dahin war dies Mineral für eine Verbindung von Kieselerdemit Thonerde (nach Bindheim, 1790) oder Kalkerde (nach Heyer,1791) gehalten worden. Daß die in dem Beryll enthaltene Erde keineThonerde sei, erkannte Vauquelin zuerst daran, daß die erstere mitSchwefelsäure und Kali keinen Alaun bilde; er fand bald noch andere un-terscheidende Reactionen. Dieselbe Erde fand Vauquelin auch in demSmaragd (in welchem Klaproth und er bisher Kieselerde und Thonerdeals die wesentlichen Bestandtheile zu finden geglaubt hatten); die minera-logische Identität des Berylls und des Smaragds hatte Hauy schon vorherentdeckt, und Vauquelin veranlaßt, die chemische Untersuchung beiderMineralien vorzunehmen. Vauquelin enthielt sich zuerst, der neuen