Band 
Vierter Theil.
Seite
84
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81 Geschichte der einzelnen schweren Metalle.

«munnn»^ steller, welche während des 16. Jahrhunderts lebten, nennen den Braun-

f.inmwkrben u. B«»

stein unter mehr oder weniger veränderten Namen. So CamillusLeonardus, ein italienischer Arzt, welcher in der ersten Hälfte des 16.Jahrhunderts lebte, und ein 8pecr>Inm Ispillum schrieb: illshsnllicus

-est ntilis all vitrariam artem oum vitrum clarikicet ei albelscit.

Keperitnr in miiltix Italise locis, ei s viirsrüs ^IsnAnclesnm llicitur.Michael Mercati (gleichfalls italienischer Arzt, geboren 1541, gestorben1593) sagt in seiner Hletallolkioca: ölanAanenxis cum veteribns i^notusknsrit, mollo notissimus et guotillisni usn existit; 51anAsnese g fiAulisnomlnainr .16 elsectn, corrupwo ^»illem »omine, gaoll xcilicet vass ma-

Anonieet (soll heißen schwarz glasirt).- Lum kiAuIiL, tnm vitrariis

usnm praedet; ngm vitrum tinAit pnrpureo colors ipsumgue llepnrst,allen ut si virille vel Osvrim suapte nsturs sit, esns niistione albsscatpiioiuxgue ekticiatui-. Hieronymus Eardanus sagt in seiner Schriftlle sudtilitale (1553): Alleres, <^nsm KIsnA»nensem Ital! vocsni, terrsest repnr^anllo vitrn sptixsims, illullgns iinAenx colore coeruleo. Sokamen in dem 16. Jahrhundert Bezeichnungen, aus welchen das heutigeManganesium hervorging, neben der älteren Magnesia in Gebrauch, undverdrängten allmälig die letztere (siehe unten). Ich weiß nicht, wie alt dievon der früher hauptsächlichsten Anwendung des Braunsteins hergenom-menen Benennungen sapo vitri^riorum, xavon llu verre oder lles veoriers,Glasseise und ähnliche sind.

Ansi-h-'n m>,r s>m° Aus dem Vorstehenden ist ersichtlich, wie der Braunstein stets zu denEisenerzen gezählt wurde. (Einen Irrthum, welchen selbst damals nurwenige theilten, beging L i ba viu s in seiner Abhandlung lle natai-a metsl-lorum, wo er das Antimon mit dem Braunstein verwechselte, und selbstdas aus dem ersteren zu erlangende Metall Magnesia nannte.) Erst Pott,welcher 1740 sein »examen clivmiciini inagnesise vitrariorvm, tllermanisBraunstein» publicirte, zeigte, daß das Eisen nicht zu den Bestandtheilendes Braunsteins gehört. Er stellte mehrere Mangansalze dar, ohne jedochdas eigenthümliche Metall zu erkennen. Er schloß aus seinen Versuchen,der Braunstein bestehe aus einer gewissen alkalischen Erde, welche derAlaunerde sehr ähnlich sei und aus den Auflösungen des Braunsteins durchAlkalien mit weißer Farbe niedergeschlagen werde (es war das Manganoxydul-hydrat), und aus einem zarten Phlogiston, welches sich aus der äußeren metal-lischen Farbe des Braunsteins und aus den Farben, die der Braunstein dem