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Geschichte der einzelnen schweren Metalle.
Mangel an einem eigenthümlichen Namen für den ersteren leichtVerwechselungen veranlassen konnte, benannte man bereits den Braun-stein ziemlich allgemein als Manganesium; so in der französischen, engli-schen und italienischen Sprache, und das neue Metall wurde als Man-ganesmetall unterschieden. In der Nomenclatur, welche die französischenAntiphlogistiker 1787 ausstellten, wurde das neue Metall Manganesiumgenannt, aber ihre Anhänger in Deutschland behielten alle Berg-man's Bezeichnung Magnesium bei, und erst im Ansang des jetzigenJahrhunders findet man die Benennungen Manganes und Mangan auchim Deutschen gebraucht; die letztere abgekürzte Bezeichnung wurde 1808von Buttmann vorgeschlagen und von Klaproth in Gebrauch gebracht.
Ueber die Darstellung des Sauerstoffgases aus Braunstein vergl.Theil Ili. S. 202.
Das oben Mitgetheilte ergiebt, wie alt die Anwendung des Braun-°>>f «>l»s. stejns zur Bereitung farblosen Glases ist. Die aus Mercati's undCardanus' Schriften angeführten Stellen zeigen zugleich, daß schonim 16. Jahrhundert bekannt war, der Braunstein könne nicht alleindas Glas entfärben, sondern auch färben. Porta, Libavius u. A.empfahlen ihn schon zu jener Zeit, um amethystfarbige Glasflüsse zubereiten. Boyle wußte, daß es nur auf das Mengenverhältniß an-kommt, je nach welchem der Braunstein das Glas ganz dunkel oder röth-lich färbt oder farblos macht. — Die Ansichten, nach welchen man sichfrüher die entfärbende Wirkung des Braunsteins auf Glas erklärte, warenhauptsächlich folgende. So lange man noch den Braunstein als einenKörper, der Alaunerde enthalte, betrachtete, behauptete man, die Alaun-erde habe die Eigenschaft, die Farben der Gläser wegzunebmen (so West-feld 1767); Scheele war der Ansicht, die Farbe des gemeinen Glasesrühre von einem Gehalt an brennbaren Theilchen her, und indem er diesewegnehme, mache der Braunstein das Glas farblos und werde dadurchzugleich seiner Farbe beraubt (ebenso wie er phlogistisirt farblose Lösungengebe). Recht künstlich war die durch einen Franzosen, Herrn von Mont-amy, in seinem Tsr.iite 6c« coi'Ienrs pour la peinture en email 1765gegebene Erklärung, wonach die Entfärbung des Glases durch Braunsteindarauf beruhen sollte, daß dieser die dunkle Färbung des Glases vermehre;dunkles Glas werfe aber weniger Strahlen zurück und müsse also wenigergefärbt erscheinen. Dieser Erklärung stimmten mehrere seiner Lands-