Band 
Vierter Theil.
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Mangan.

leute bei; namentlich fand Macquer den Gedanken fein und sinnreich.

Bei mehreren der ersten Anhänger der antiphlogistischen Theorie findet mangleichzeitig die Ansicht ausgesprochen, der Braunstein entfärbe das Glasdurch Oxydation der färbenden Substanzen.

Scheele gab schon in seiner Abhandlung über den Braunstein (1774) dr-

an, der Hauptbestandtheil desselben sei auch in Pflanzenasche gewöhnlichenthalten. In demselben Jahre zeigte Berg man, daß der Spatheisensteinhäufig Mangan enthält, und später (1781) suchte er den Gehalt des Guß-eisens, Schmiedeeisens und Stahls an Mangan genauer zu bestimmen,ohne daß er aber zu richtigen Resultaten gekommen wäre. Seine Metho-den, Eisen von Mangan zu trennen, bestanden darin, entweder über dasGemenge von Eisenoyyd und Manganoxyd Salpetersäure wiederholt biszum Glühen abzuziehen, und dann mit starkem Essig oder verdünnter Sal-petersäure das Mangan aufzulösen, oder die Auflösung des Eisens undMangans durch Blutlaugensalz zu fällen und durch vieles Wasser denManganpräcipitat von dem eisenhaltigen Niederschlag zu trennen. Richterschlug 1791 zur Trennung das neutrale weinsteinsaure Kali vor, Vau-quelin versuchte 1799 zur Trennung beider Metalle saures kohlensauresKali, Klaproth brachte zuerst, nach Gehlen's Vorschlag, 1802 bern-steinsaures Natron zu diesem Zwecke in Anwendung, und Berzelius undHisinger fanden 1806, daß auch benzoesaure Salze dazu dienen können.

Das schwefelsaure Manganoxydul stellte Scheele dar und unterschiedes von den anderen Salzen, womit es frühere Bearbeiter des Braunsteinsverwechselt hatten. So hielt Pott in seiner Lithogeognosie den Braunstein-vitriol für etwas dem Alaun sehr Aehnliches oder ganz Gleiches, und eben dafürhielt ihn Westfeld in seinen »mineralogischen Abhandlungen» 1767; eswar hauptsächlich diese Verwechselung, welche viele Naturforscher die Alaun-erde als einen Bestandtheil des Braunsteins annehmen ließ. Ganz ähnlichverwechselten mehrere Chemiker den Braunsteinvitriol mit dem Bittersalz; sofindet man inErell's Zeitschriften Abhandlungen von Jlsemann (1782)Schmeißer (1789) u.A., wo dieser Irrthum begangen und in Folge dessendie Bitterccde für einen Bestandtheil des Braunsteins angenommen wurde.

Daß der Braunstein phlogistisirt (desoxygenict) werden muß, um mit c-,»-,

Säuren Verbindungen einzugehen, zeigte schon Scheele, und gab damitzu der Erkenntniß Anlaß, daß verschiedene Oxydationsstufen des Mangansexistiren. Diese verschiedenen Oxydationsstufen genauer zu unterscheiden, ver-