Band 
Vierter Theil.
Seite
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Geschichte der einzelnen schweren Metalle.

suchte zunächst John(1807), genauer Berzelius (1812) und Arfvedson.Was die Verbindungen des Mangans mit Sauerstoff betrifft, so will ichhier nur Einiges über die früheren Beobachtungen mittheilen, welche der Ent-deckung der Mangansäure und Uebermangansäure vorausgingen,und Glauber erwähnt bereits in dem dritten Theile seiner Schrift »Deutsch-

Wohlfarth-- (1659) der Schmelzung der Magnesia (des Braunsteins)mit fixem Salpeter (Kalihydrat), und giebt an, es entstehe dadurch eineMasse, welche aufgelöst zuerst purpurfarbig, dann blau, roth und grün werde.Er scheint also zunächst übermangansaures Kali erhalten zu haben. Späternahm man mehr Alkali oder Salpeter im Verhältniß zum Braunstein, sodaß die geschmolzene Masse eine anfänglich grüne Lösung gab. In eineranonymen alchemistischen Schrift vom Jahre 1705, betitelt »Schlüssel zu demCabinet der geheimen Schatzkammer der Natur-- (deren Verfasser JacobWaiz gewesen sein soll) findet sich folgende Stelle: »Im PiemontesischenGebürge wird mgAnesis piemonwns gefunden, etliche ist grauschwarz, dasGlas wird davon purpur- und amerhystfarb. Mit Salpeter geschmolzenund ausgekocht, giebt es Purpurfarbe; die Solution verändert die Farben,ist grasgrün, wird himmelblau, violenfarben und rosenroth--. Als eine neueBeobachtung beschrieb dieselbe Erscheinung Pott in seiner Abhandlung überden Braunstein (1740), wo er angab, die Auflösung sei erst grün, dannwerde sie blau und purpurroth, und sie werde wieder grün und zeige dieFarbenveränderung auf's Neue, wenn man sie schüttle. Scheele machtegleichfalls bei seiner Untersuchung des Braunsteins (1774) darauf aufmerksam;er erklärte die Farbenveränderung durch die Annahme, die Auflösung desBraunsteins in Kali sei eigentlich blau, in Kali fein suspendirter Braunsteinlasse die Flüssigkeit roth erscheinen, die Auflösung von Braunstein in Kalisei grün, wenn gelber Eisenkalk zugemischt sei. Die erste Lösung der Masse,die aus rohem Braunstein mit Salpeter zusammengeschmolzen ist, sei alsowegen ihres Eisengehaltes grün; so wie sich das Eisen absetze, werde sie blau;präcipitire man den Braunstein, indem man die Lösung an der Luft Kohlen-säure anziehen lasse oder eine andere Saure zusetze, so müsse nun die Flüssigkeitroth erscheinen. Damals kam auch durch Scheele die Benennung »mine-ralisches Chamäleon« für das Product der Schmelzung von Braunstein undSalpeter in Gebrauch; schon seit längerer Zeit bezeichnete man übrigens jedeunorganische Substanz, welche Farbenwechsel zeigt, als mineralisches Cha-mäleon, wie denn z. B. in den Ephemeriden der deutschen Naturforscher von